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Zürichs Ausstieg aus der Atomenergie besiegelt

Dieses Thema im Forum "Atompolitik" wurde erstellt von Sandro, 30. 11. 2008.

Zürichs Ausstieg aus der Atomenergie besiegelt 4.8 5 4votes
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  1. Sandro

    Sandro

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    <div class="quote">Die Stadt Zürich soll langfristig aus der Atomenergie aussteigen. Das Stimmvolk heisst eine entsprechende Ergänzung der Gemeindeordnung mit 76,4 Prozent Ja-Anteil gut[...]</div>
    Quelle

    Das Volk in Zürich hat genug von der Dinosauriertechnik
    . Ein wegweisender Entscheid und ein riesen Erfolg für die Grünen! Die bürgerlichen Atomlobbyisten sollten sich lieber um Alternativen kümmern, anstatt der veralteten und viel zu gefährlichen Atomkraft nachzutrauern.
     
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  2. agathon

    agathon

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    Und der Artikel ist geschickt formuliert: Denn die Stadt muss nämlich nicht aktiv aussteigen, sondern müsste, wenn die Strom-Versorgung bis zum Auslauf der Atom-Verträge (2039) nicht gewährt wäre, aktiv wiedereinsteigen, in dem sie die Verträge erneuert!

    Normalerweise werden umweltpolitische Ziele, welche in der Verfassung verankert sind, einfach verschlampt: Siehe CO2-Reduktion. Man gibt dann einfach zu, dass es einem nicht gelungen sei, die vorgegebenen Ziele zu erreichen.

    Beim faktischen Atomausstieg der Stadt Zürich aber funktioniert es anders: Hier müsste man sich aktiv um den Wiedereinstieg bemühen; d.h. man muss jetzt alles daran setzen, dass man bis in 30 Jahren (2039) einerseits genügend Energie-Alternativen zur Verfügung hat, andererseits muss der Verbrauch gesenkt werden!

    Bravo Zürich! Die Vorlage wurde mit sagenhaften 76,4% angenommen! Wenn das kein überdeutliches Signal an den Rest der Schweiz ist!
     
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  3. dryueh

    dryueh

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    Den kannste gleich knicken. Spätestens wenn Elektromobile kommen.
     
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  4. Husky

    Husky

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    Ich frage mich, woher die Stadt Zürich an einem solchen Tag wie heute seinen Strom beziehen wird? (es ist neblig und die Windstärke bei der SMA-Messstation beträgt ca. 10 km/h [http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/wetter/aktuelles_wetter.par00 10.stationSMA.html])
    Ich gehe mal davon aus, dass es auch in 30 Jahren noch windstille und neblige Tage geben wird.
     
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  5. Guest

    Guest Guest

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    Ich bin mir nicht sicher, ob du eine Antwort verdient hast.
    Was solls!
    Du solltest dich erst einmal mit Grundlagen beschäftigen. ZB. das Stromnetz
    Da kommen jetzt die von dryueh eingebrachten Elektromobile zum Zug. Wenn du wie die AKW Lobby drei neue AKWs willst, bist du auf solche Dinge wie Elektromobile und Stauseen angewiesen, denn AKWs sind nicht wie eine Flasche mit Strom drin, die du aufmachen kannst, wenn du Strom brauchst und danach wieder schliessen. Die eher wie ein Wasserhahn an der Wand, den du nicht schliessen kannst. Die bringen laufend Strom und du musst irgendwo hin damit. Wenn dann eine stillsteht fehlt aber gleich ein Drittel des Stroms. Da im Netzt immer die Einspeisung und der Verbrauch immer ausgeglichen sein muss brauchst du etwas mit dem du sofort viel Einspeisen und viel Verbrauchen kannst. Das ist auch der Grund, weshalb die AKW Lobby die Erhöhung des Grimselstasees will. Weil sie den geplanten massiven Atomstromüberschuss reinpumpen kann.
    Wenn die Schweiz mit Elekrtoautos am Netzt hägend zugepflastert ist wären die Akkus ebenso in der Lage dies zu tun. Noch besser geeignet sind sie natürlich die Unregelmässigkeiten in der Versorgung mit alternativen Energien auszugleichen.

    http://www.sueddeutsche.de/automobil/artikel/164/153769/
    http://de.wikinews.org/wiki/Unabhängigkeit_vom_Öl_–_Israel_plant_Elekt roauto-Netzwerk
    Stell dir vor dein Auto fährt immer zu einem genauen tiefen Preis egal wieviel du fährst per Flatrate. Pro Sitzplatz zahlst du FR. 20.- im Jahr und dieses Geld wird in die Infrastruktur gesteckt. Du tankst Strom für dein Fahrzeug wo immer du es auch gerade Parkierst, ohne etwas dazuzuzahlen.
    Es ginge auch so, dass man die Infrastruktur über die Steuern bezahlt, wie die Strassen ja auch und diese dann ebenso
    benutzen kann.
     
  6. Husky

    Husky

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    Interessant, dass du die Idee mit den Autos aufgreifst.

    Ich mache mal ein Gedankenspiel:
    Um eine Strecke von 400 km gleichmässig mit 100 km/h zurückzulegen, benötigt ein Leichtwagen 25 Kilowatt während 4 Stunden. Das ergibt eine Arbeit von 100 kWh. Um diese 100 kWh in ca. 6 Minuten wieder zu tanken, benötigt man 1 Megawatt-Anschlussleistung.
    &gt; dazu genügt kein einfaches Stromkabel.

    Okay ... wie im Artikel der Süddeutschen beschrieben, kann man statt den Akku zu laden, ihn einfach austauschen. Das ist eine Möglichkeit. Aber dann musst du an eine «Tankstelle» und kannst nicht einfach irgenwo tanken.

    Ich bin nicht gegen die Nutzung der erneuerbaren Energien. Habe kürzlich an einer Führung in einem neugebauten Holzkraftkwerk teilgenommen. Ist doch genial - die Biomasse (Holz) aus der Region kann nachhaltig genutzt werden. Die Anlage liefert 2 Megawatt Strom und die ist in ein Fernwärmenetz angeschlossen. Nochmals SUPER.
    Aber 2 Megawatt ist immernoch 500 mal weniger als zum Beispiel die Leistung von Gösgen.

    Ich frage mich einfach, ob die neuen Erneuerbaren genügend Strom werden liefern können.
    Ich frage mich auch, wieso denn Frau Merkel kürzlich zum Schluss gekommen ist, dass der Ausstieg aus der Kernenergie ein Fehler war. Auch Italien plant den Wiedereinstieg in die Nutzung der Kernenergie.
     
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  7. agathon

    agathon

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    @ husky @ dryueh

    Ist ja klar, dass man rasch alle möglichen Szenarien dafür bemüht, dass die Stadt Zürich den Ausstieg nicht schaffen wird. Sagenhafte 74% der Stadtzürcher denken anders.
    Was solls? Wenn alle so konservativ und ängstlich drauf wären, dann würden wir heute noch im Mittelalter leben. Die Stadt hat jetzt 30 Jahre Zeit, den Atom-Ausstieg vorzubereiten, indem sie auf eine Mehrzahl von Alternativenergien setzt - und indem sie Energiesparprogramme ansetzt: Wer sagt denn eigentlich, dass der Stromverbrauch ständig zunehmen müsse? Es gibt mittlerweile so viele technische Lösungen, mit denen man ohne Komfortverlust Strom einsparen kann. Man braucht sich bloss zu informieren, und vor allem beim Einkauf auf die technischen Angaben zu achten.
    Packen wirs an!
     
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