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Wieviel Geld muss in die Randregionen fliessen?

Dieses Thema im Forum "Regional- und Landwirtschaftspolitik" wurde erstellt von endy, 19. 05. 2006.

Wieviel Geld muss in die Randregionen fliessen? 4.3 5 4votes
4.3/5, 4 Bewertungen

  1. endy

    endy

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    Die geplante Porta Alpina ist das jüngste Beispiel einer grosszügigen Umverteilung in die abgelegensten Regionen der Schweiz.

    Für wie sinnvoll haltet Ihr das?
     
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  2. leon Mod

    leon Mod Guest

    Neuer Benutzer
    AW: Wieviel Geld muss in die Randregionen fliessen?

    Diese Frage ist zu kurz gestellt. Du hast sie wohl richtigerweise an ein Projekt gebunden, dann aber doch allgemein gestellt. Sie muss aber an Projekte gebunden bleiben. eine generelle verifizierbare allgemeine Antwort ist nicht zu geben.

    Zuviele Parameter spielen da mit. Und Bewohner in den Randregionen nur nach wirtschaftlichkeit zu beurteile, käme wohl der Economy Suisse - oder wie dieses Konstrukt heisst - entgegen und würde die Beurteilung des Faktors Mensch in den Randregionen explizit nur auf seine Wirtschaftlichkeit reduzieren - so nach deren einstigen Allgemeinbildungs-Forderung, die da hiess, dass die Kinder wirtschaftskompatibel zu erziehen seien.

    Nein endy, so einfach ist auch die Beurteilung der Investitionen zur Porta Alpina nicht. Auch hier wie andernorts bedarf es der Betrachtungsweise in einer weitsichtigen Perspektive. Wenn wir der Porta Alpina einfach ohne weiter Studien den Hahn zudrehen, so sehe ich nicht ein, warum man das nicht schon lange auch anderorts gemacht hat, deren Nützlichkeiten sich erst im späteren Nachhinein herausgestellt hat.

    Um Nochmals auf das von dir angetönte Projekt und auf den leisen Unterton zwischen den, wenn auch wenigen Zeilen zurückzukommen: Die Schweiz kann sich den Zerfall der Randregionen nicht leisten. Randregionen wird es immer geben. Ein "Verschwinden" von bestimmten Randregionen führt zwangsläufig zu neuen, die sich immer enger gegen die Zentren bewegen, die heute schon mobilitätsbezogen kaum noch beherrschbar sind.

    Ich wohne in einer Randregion (Luftlinie etwa 10 km von der italienischen Grenze), wo gerade heute 100 Jahre Simplontunnel gefeiert wird. Ich wohne in einer Randregion, wo sich das seinerzeitig verschrieene "Furkaloch" im Nachhinein als wahrer touristischer und infrastruktureller Segen für das Wallis und die Schweiz herausgestellt hat.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. 05. 2006
  3. stephan maier

    stephan maier

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    AW: Wieviel Geld muss in die Randregionen fliessen?

    Ja es wird zuviel Geld in die Randregionen „investiert“. Porto Alpina ist ja nur ein kleiner Tropf auf den heissen Stein. Schauen wir doch das Wahnsinnsprojekt Neat an wo man nur zur Freude des, Wallis ein Schuldenberg angehäuft, der noch unsere Urenkel beschäftigen wird.
    Wenn ich im Jura unterwegs bin, frage ich mich jedes Mal für was wir da solche Autobahnen bauen.
    Überlassen wir doch die Berge und abgelegen Täler den Bären und Wölfen und erfreuen uns an einem grossen Nationalpark und machen mit diesem Geschäfte.
     
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  4. leon Mod

    leon Mod Guest

    Neuer Benutzer
    AW: Wieviel Geld muss in die Randregionen fliessen?

    Oh - lieben dank, ich weiss das zu würdigen. Es hat auch keinen Gotthard gebraucht, keinen Simplon, keine Lötschberg und damit auch keine Neat. Eine Bahn 2'000 würde damit auch überflüssig, auch die Gotthardautobahn in die Randregion Tessin. Warum auch die Füchse, Bären, Wölfen und sonstige Wildtiere würden sich freuen. Die Städte würden sicher Wohnraum schaffen für etwa zwei Millionen, in heutigen Ranregionen lebenden Schweizerbürger und zu fressen bekommen sie dann von den vergrifteten spanischen Gemües- und Früchtefarmen auch sehr zur Freude der Gifte liefernden Schweizerchemie. Das Rindfleisch kann dann immer noch von Südamerika eingeflogen werden. Bauern in den Randregionen??? Warum auch sollen die in menschenwürdigen Randregion-Gegenden...?? Ach was solls - Italien nimmt die Randregion Wallis noch so gerne und mit Norditalien, das wirtschaftlich eng mit uns im Wallis verbunden ist, pflegen wir ohnehin guten und freundschaftlichen Kontakt - lassen wir doch d'Üsserschwiez, das sein was sie ist und noch besser sein will und nicht schafft.....
     
  5. Robert Keller

    Robert Keller

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    AW: Wieviel Geld muss in die Randregionen fliessen?

    Unsere arbeitsteilige Outsourciung-Societé ist ein interessantes Phänomen. Sklaverei gibts nicht mehr; out-ge-sourced. Randregionen???

    Solange die Mehrheit besoffen am Erdöl-Geld-Topflein hängt, funktioniert die Demokratie nur noch bedingt; denn dann will Es alles zentralisieren, mode-rnsieren damit Mensch am schluss herumblochen zu darf, Es als Abgas verbrennen darf, Mensch bis zum nächsten Garagenbesuch, dann wieder einen neuen wagen kaufen, zum Grossverteiler im Neonlicht Sklavengemüse kaufen. Billige Polyester-Hemden in denen Du schwitzt und Chips mit Geschmacksverstärker von denen dir immer leicht schlecht wird. Nicht mehr Lüften, wegem ozon nicht nach draussen gehn, Heuschnupfen, Allergien und Stress, Verspannungen und Bewegungsmangel. In die Physiotherapie, ins Fitness Center. Konsumieren, dann am Wochenende in die Ikea, oder endlich mal in die Randregion blochen, nur 1 1/2 Stunden und du bist in der Natur, abschalten und wieder mal tief einatmen.
     
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  6. Robert Keller

    Robert Keller

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    AW: Wieviel Geld muss in die Randregionen fliessen?

    Eine Rede aus dem Tankstellshop, Autobahnraststätte 50m von Randregion entfernt:
    "Ja, diese blöden rückständigen Bauern die uns arbeitsteiligen Hohlköpfen immer noch zeigen, dass es möglich ist mit der natur im einklang zu leben, diese gehören sofort in eine Mietskaserne gesteckt damit sie endlich sehen wie das richtige Leben ist!
    Es darf nur einen Markt geben und das ist unser heiliger Erdöl-Topf-Markt und alle haben seinem Gesetz zu folgen! Kauft nicht bei alternativen Märkten; das sind doch alles nur Phantasten, auf die wir arbeitsteiligen Hohlköpfe eigentlich eifersüchtig sind, und darum wollen wir sie zerstören. Es lebe unser freiheitliches Automobil und unsere Tankstellen! Nieder mit der Natur! Kommt in unseren Zoo! Meine beste Milch-Kuh ist mein Landrover!"
     
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  7. leon Mod

    leon Mod Guest

    Neuer Benutzer
    AW: Wieviel Geld muss in die Randregionen fliessen?

    Da kommen mir zwei hohlgeistige "Schriftgelehrte" in den Sinn; der einen Chef von der Mercedes Projektleitung und der andere von BP Schweiz, die - Mercedes vor zwei Jahren anlässlich des Autosalons und der andere einer PTV/NZZ TV-Diskussion am vergangenen Wochenende - vollmundig folgenden identischen Quatsch von sich gaben: Wir müssten um die zuküntige Energievesorgung nicht fürchten, denn das Wasserstoffzeitalter komme auf uns zu; Wasser und Wasserstoff hätten wir zur Genüge.

    Zitat Mercedes Projektleiter Andreas Truckenbrodt zur Zukunft der Berennstoffzelle: "Wasserstoff ist praktisch unbegrenzt verfügbar, und wenn man ihn etwa mit Wind- oder Sonnenenergie herstellt, dann gibt es als einziges Abfallprodukt der Mobilität klares Wasser, das beim Anfahren aus dem Auspuff tröpfelt." Ja wenn das so ist - - denken sich wohl Manche, die eben nicht denken.....

    Der BP-Chef ist noch Delegierter für die Schweizerische Landesversorgung. Kein Wunder mit solchen beinahe "Einstein'schen" Pseudo-Weisheiten zwischen den Hörlappen. Nach solchen ohnehin schon hochbezahlten Dummschwätzern wird doch wirklich "UMVERTEILT". Das sind für mich geistige "RANDREGIONEN" und sonst nichts.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. 05. 2006

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