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Wie werde ich bei der Schweizer Armee als doppelt Untauglich eingestuft?

Dieses Thema im Forum "Dorfplatz" wurde erstellt von pencil, 21. 09. 2015.

Wie werde ich bei der Schweizer Armee als doppelt Untauglich eingestuft? 4.7 5 3votes
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  1. pencil

    pencil

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    Hallo zusammen

    Ich habe in naher Zukunft meine Rekrutierung wo ja bekanntlich entschieden wird, in welcher Form ein Schweizer seinen Staatsdienst zu leisten hat.

    Da ich aus terminlichen Gründen (BM2 und dann Vollzeitstudium) in den nächsten Jahren keine Zeit fürs Militär, und wohl ebenso keine Zeit für den Zivildienst finde, möchte ich doppelt Untauglich werden.
    Das Militär wiederstrebt mir eigentlich generell, habe grösste Mühe damit, Befehle auszuführen deren Nutzen ich nicht nachvollziehen kann und generell wohl ein Autoritätsproblem.

    Ansonsten würde ich mich als tauglich ansehen. (Ausser starker Sehschwäche keine Gebrechen, sportlich, irgendwie normal eben...)

    Hat jemand einen Tipp, wie ich vom Militär und ebenso von den Varianten Zivildienst und Zivilschutz wegkomme?

    Vielen Dank für eure Antworten
     
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  2. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Aufgrund der Verkleinerung der Armee ist heute eine ziemlich hohe UT-Rate ohnehin schon "vorprogrammiert". Wenn die etwa die Hälfte des Jahrganges wieder "retournieren" können, sind die also nicht so unglücklich ;)

    Folglich ist es auch nicht mehr wahnsinnig schwierig, Uelis Casting-Agentur davon zu überzeugen, dich zur richtigen Hälfte des Jahrganges zu sortieren.

    Die "psychische Schiene" (Autoritätsprobleme etc.) zu fahren ist sicherlich eine Möglichkeit. Ob die Erfogschancen da 100%ig sind, kann ich nicht beurteilen. Ich könnte mir vorstellen, dass da bei der Selektionsmaschinerie auch welche dabei sind, die durchaus Lust haben, den einen oder anderen "Querulanten" der RS zuzuführen, um ihn mal ein bisschen geradezubiegen.

    Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, denke ich, die "physische Schiene", und zwar auch, bei grundsätzlich fitten Leuten. Du wirst doch sicher irgend eine schöne Allergie (Heuschnupfen, Hausstaub - oder noch besser: Asthma) haben, die dir ein Arztzeugnis bescheren könnte? Arztzeugnisse sind immer gut, dann kommst du normalerweise gleich am Anfang zur medizinischen Untersuchung und kannst dir ggf. den ganzen Rest vom Zirkus ersparen. Du wirst ja wohl nicht länger als einen halben Tag bei Ueli verschwenden wollen, oder?
    Ein bisschen geklöne über Rücken und Gelenkschmerzen bei längerem Gestehe und Gelaufe kommt meist gut - die wollen da ja keine Weicheier, die ihnen nachher beim Marsch umkippen - am überzeugendsten natürlich, wenn du den passenden Plattfuss oder einen anderen netten Haltungsschaden hast. Irgendwas spricht doch fast immer zu deinen "Gunsten".

    Wenn dir selber nichts Kreatives einfällt, können dir Google oder die GSoA sicher weiterhelfen ;)


    Zu bedenken ist einfach, dass sie dir nachher bis zum 30sten Lebensjahr 3% des Steuerbaren Einkommens abzocken. Während der Schul- und Studienzeit ist das in der Regel nicht so schmerzhaft, aber als ich dann langsam gegen die 30 zuging, schlugs dann irgendwann schon zu Buche. Aber wenn du berücksichtigst, dass du andernfalls fast ein Jahr Arbeits/Studienzeit verlieren würdest, wirds in der Regel trotzdem rentieren, auf den Militärdienst zu verzichten. Immer unter der Voraussetzung natürlich, dass du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, nicht in der BESTEN ARMEE DER WELT!! deine Vaterlandspflicht zu erfüllen ;)
     
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    Alexander, 21. 09. 2015
    Last edited by Alexander; at 21. 09. 2015
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  3. Don Serrer

    Don Serrer

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    Brillant! Na endlich wissen wir, welche Art von Klientel dir zu Füssen liegt.:D:D:D
     
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    Don Serrer, 21. 09. 2015
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    #3
  4. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Inwiefern? Meinst du ich mache hauptberuflich UT-Beratung oder wie? :D
     
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    Alexander, 21. 09. 2015
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    #4
  5. Ginestra

    Ginestra Parteilos

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    Wer Zivildienst und Zivilschutz verweigert, ist nichts anderes als ein Schmarotzer. Das gehört in die Kategorie Scheinasylanten und Steuerhinterzieher.

    Wenn Sie meinen, hier in der Schweiz nichts mehr lernen zu können, dann gehen Sie doch ins Ausland:
    https://www.zivi.admin.ch/de/zivi-sein/sonderfall-auslandeinsatz/

    Das dürfte mindestens Ihren beschränkten Horizont etwas erweitern!
     
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  6. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Zivildienst und Zivilschutz verweigert man ja in der Regel nicht (bzw. kann man gar nicht). Zum Zivilschutz wird man eingeteilt, wenn man nur "einfach UT" eingestuft wird - und der Zivildienst muss man ja beantragen, was man aber nur kann, wenn man zuvor Militärdiensttauglich geschrieben wird. D.h. ein einfach oder doppelt UT eingestufter kann gar keinen Zivildienst leisten.

    Tatsächlich bin ich der Meinung, dass es sinnvoll wäre, wenn mehr Leute Zivildienst leisten würden - auch aus Fairness gegenüber denjenigen, die tatsächlich noch Militärdienst leisten. Aber das Problem ist ja, dass die Selektion unter der Oberherrschaft der Armee passiert - und denen scheint es reichlich egal zu sein, ob sie jemanden den sie nicht im Militärdienst haben wollen (und sie können ja sowieso längst nicht mehr alle nehmen) zum Ersatzzahler, zum Zivilschützer oder zum Zivildienstler machen. Sprich: Die Armeeärzte haben leider kein Interesse daran, Zivis (anstelle von Zahlern) zu produzieren.

    Sinnvoll und längst überfällig wäre deshalb, dass man bereits vor der Rekrutierung frei zwischen Militär- und Zivildienst wählen könnte. Ich denke dies würde die Armee keinen einzigen Soldaten kosten - würde aber eine nennenswerte Zahl zusätzlicher Zivildienstler (anstelle von Zahlern) generieren.
    So lange es aber im aktuellen System, Fehlanreizen, Fehlorganisation und gleichgültigen Militärärzten "sei dank" viel einfacher und sicherer ist, sich doppelt UT schreiben zu lassen, als in den Zivildienst zu gehen, darf sich keiner wundern, dass so viele ganz ohne Dienst enden.
     
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  7. Ginestra

    Ginestra Parteilos

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    Wer sich mit erfundenen Geschichten und gekauften Arztzeugnissen vor der Dienstleistung drückt, verweigert aus meiner Sicht den Dienst. Da der Mindestbetrag für den Wehrpflichtersatz bloss lächerliche 400 Fränkli beträgt, achten solche Leute dann auch meistens darauf, so wenig zu verdienen, dass ihnen die 3% nicht weh tun. Sehr oft handelt es sich sowieso um Herrensöhnchen, die eh nichts leisten, bis sie steuerfrei erben...

    Erhöhen kann man den Mindestbeitrag leider nicht, weil sonst die echten Dienstuntauglichen bestraft werden.
     
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