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Was bedeutet euch der Tag der Arbeit?

Dieses Thema im Forum "Sozial- und Familienpolitik" wurde erstellt von Rolf, 1. 05. 2015.

Was bedeutet euch der Tag der Arbeit? 4 5 4votes
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  1. Rolf

    Rolf Guest

    Neuer Benutzer
    Heute findet der einzige weltweite Feiertag statt – der Tag der Arbeit. Die Kundgebungen und Ansprachen werden von den Gewerkschaften organisiert. Sie laden alle ein, die arbeiten, noch nicht arbeiten oder nicht mehr arbeiten. Die parteipolitische Haltung spielt keine Rolle.

    Wie wurde der Tag der Arbeit vom vom Streiktag zum Feiertag?

    Die Geschichte des Tags der Arbeit begann in den Vereinigten Staaten von Nordamerika – 1865, am Ende des Bürgerkrieges: Die US-Gewerkschaften forderten erstmals den 8-Stunden-Tag. In den Betrieben musste damals bis 13 Stunden im Tag und 6 Tage in der Woche gearbeitet werden. Der 8-Stunden-Tag konnte jedoch zwanzig Jahre lang nicht durchgesetzt werden. Deshalb organisierten die Gewerkschaften auf den 1. Mai 1886 einen Generalstreik mit Kundgebungen. Rund 400000 Beschäftigte aus 11000 Betrieben traten an diesem Tag in den Streik; aber nur für 20000 Arbeiter konnte der 8-Stunden-Tag durchgesetzt werden.

    Diesen bescheidenen Erfolg überschatteten die Ereignisse in Chicago. Dort endete die Kundgebung der Arbeiter in einem Desaster. Nach Darstellung der Polizei warfen Anarchisten eine Bombe, der sieben Polizisten zum Opfer fielen. Vier anarchistische Arbeiterführer wurden, obwohl ihnen keine Beteiligung am Anschlag nachgewiesen werden konnte, zum Tode verurteilt und gehängt. Dieser blutige Vorfall lähmte den Kampf für den 8-Stunden-Tag vorübergehend. Ab 1890 wurden die Kundgebungen am 1. Mai jedoch jedes Jahr durchgeführt – auch in Europa.

    Seither organisieren die Gewerkschaften in aller Welt Kundgebungen am 1. Mai – immer zu einem sozialen Thema. Der Tag der Arbeit entwickelte sich vom Kampftag zu einer Feier für alle, die arbeiten, gearbeitet haben oder arbeiten wollen. Wer also am Tag der Arbeit mitfeiern möchte, muss nicht einer Gewerkschaft oder einer linken Partei angehören. In der Schweiz ist der 1. Mai inzwischen in zahlreichen Kantonen ein bezahlter Feiertag. Damit sind ihm die letzten Zähne gezogen.

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    Was bedeutet euch der Tag der Arbeit?
     
  2. razzar

    razzar

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    Erinnerung wie fortschrittlich empfindlich doch die Gesellschaft heutzutage auf Ausbeutung und Unterdrückung reagieren kann?
    Verinnerlichung und Analyse der aktuellen Zustände in der Arbeitswelt?
    Erkennung von Fehler wie die extrem ungleiche Behandlung verschiedener Gesellschaftsschichten wenn die Arbeit und die Löhne rar werden?
    Auf das Leben den prozentualen Anteil des Arbeitens berechnen und nachforschen wem meine viele Arbeit am meisten bringt und was sie mir bringen soll und was sie mir tatsächlich bringt?
    Erfahren dass viele ältere Menschen trotz viel Arbeit dem Steuerzahler mit Ergänzungsleistungen auf der Tasche liegen und im schlimmsten Falle gehetzt werden dadurch, und überlegen was dies für einen Sinn ergeben soll?
    Die Konkurrenzfähigkeit zur Brust nehmen und sich besinnen dass es sehr hart wird mit der billigsten Konkurrenz?
    Vergleichen wie viel Arbeit wir für die Gesellschaft brauchen und wie viel Arbeit sinnlose Reichmacherei ist, die das erarbeitete Geld hortet und nicht in den Umlauf für eine gesunde Gesellschaft bringt?
    Aufzählen wie viele Entlassungen grad angesagt sind?
    Verstehen dass es auch in der Schweiz bei diesem wirtschaftlichen Druck Unzufriedene gibt, derem Schicksal vielleicht an einem 1. Mai Ausdruck verliehen wird weil ihnen wegen Geldmangel niemand hilft?


    Oder soll man als z.B. Billiglöhner und Dumpinglohnopfer in einer modernen Gesellschaft einfach nur Danke sagen für die Allmosen grad mal knapp nicht verhungern zu müssen?


    Zu feiern gibt es wenn ALLE guten Wohlstand haben dürfen. Also machen wir uns an die Arbeit.
     
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  3. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Der 1. Mai hat sicherlich - zumindest historisch - , seine Berechtigung. In der heutigen Zeit ist er eigentlich überflüssig, weil diese sozialen Errungenschaften schon längst zum Normalfall mutiert sind. Dieser Tag ist für die Meisten einfach ein freier Tag und hat kaum mehr etwas mit dem Sinn dieses Tages zu tun. Auch die jeweiligen Chaoten in Zürich haben nicht viel mit "Arbeit" zu tun, vielmehr wohl eher mit Vandalismus und einmal im Jahr die Sau rauslassen.

    C.
     
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  4. razzar

    razzar

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    Nun leider werden heute diese "sozialen Errungenschaften" abgebaut und der 1. Mai wird deshalb wieder so tourbulent wichtig wie zu "historischen" Zeiten. Wegen 58 Chaoten soll man den 1. Mai abschaffen? Was ist mit all den anderen tausenden friedlich Demonstrierenden?

    Aber selbstverständlich kann man auch den sozialen Unfrieden mit Gewalt und Verboten versuchen abzuwürgen wie in der Türkei. Wir sind ja nicht besser und handhaben die Verteilung so dass es unweigerlich zu sozialen Unruhen kommen muss. Wir können der Polizei das Recht geben unsere eigenen Familienmitglieder nieder zu knüppeln. Das ist wohl die heutige "Vernunft".
     
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  5. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Ich kann keinen Abbau von sozialen Errungenschaften erkennen. Im Gegenteil, diese wurden stetig ausgebaut. Im Übrigen habe ich nirgends geschrieben, dass ich den 1. Mai abschaffen würde, sondern lediglich den ursprünglichen Sinn dieses Tages relativiert.

    Merkwürdig finde ich die Parolen am 1. Mai bezüglich "Krise Schweizerfranken". Erstens ist der CHF überhaupt nicht in einer Krise, sonst wäre er ja schwach und nicht stark. Zweitens ist es schon bemerkenswert, dass ausgerechnet Sozialdemokraten die Exportkonzerne mit einem künstlichen Währungskurs subventionieren wollen zu Lasten des Sparers und somit die Dividenden und Managerlöhne sozial absichern würden. Wissen die überhaupt, von was sie reden?

    C.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. 05. 2015
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  6. razzar

    razzar

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    Du WILLST keinen erkennen, das ist ein himmelweiter Unterschied, den man schon häufig durch entlarvende Wiedersprüche aufgedeckt hat bei dir.
     
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  7. Rolf

    Rolf Guest

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    Danke, Herr oder Frau Razzar. Sie bestimmt bestimmt solidarisch an einer Kundgebung zum Tag der Arbeit teilgenommen. Weiter so!
     
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