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Unternehmens Steuerreform 3

Dieses Thema im Forum "Initiativen / Abstimmungen / Wahlen" wurde erstellt von Beat, 17. 01. 2017.

Unternehmens Steuerreform 3 4 5 3votes
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  1. Beat

    Beat Parteilos

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    Anliegen

    Gigantischer Betrug am Mittelstand
     
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  2. Beat

    Beat Parteilos

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    Die Reform der Unternehmenssteuer ist ein gigantisches Subventionsprogramm für Grossunternehmen. Besonders leiden werden die finanzschwachen Kantone.
    Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hatte noch eine ausgewogene Vorlage mit einer Kompensation der Verluste angestrebt. Die Unternehmenssteuerreform III bringt dem Bund rund 1,1 Milliarden Franken Steuerertragsausfall pro Jahr. So steht es auch in den Abstimmungserläuterungen des Bundes. Das ist korrekt. Verschwiegen wird aber im verschickten Bundesbüchlein der Steuerverlust für die Kantone, Städte und Gemeinden. Dieser wird sich auf über 3 Milliarden Franken pro Jahr belaufen. Und dies in einer Zeit, in der überall bei öffentlichen Schulen, Spitälern, Heimen, Verkehrsinfrastrukturen und den Löhnen gespart werden muss. Der Mittelstand wird dies bezahlen müssen, sei es durch Steuererhöhung oder durch höhere Verursacherkosten. Beim Staat ist nichts gratis, auch die Steuerverluste zahlt jemand!

    Bundesbüchlein ist ein Skandal
    Was im Bundesbüchlein über diese Einnahmenausfälle der Kantone, Städte und Gemeinden an wortreicher Verschleierung und Irreführung steht, ist staatspolitisch ein Skandal. Diese Vernebelung der kantonalen Steuerausfälle ist umso gravierender, weil die gleiche Steuerverwaltung schon bei der zweiten Steuerreform von 2008 getürkt hatte: Bundesrat Hans-Rudolf Merz sprach damals von 80 Millionen Franken Steuerverlust, daraus wurden schon im ersten Jahr zehnmal höhere Ausfälle beim Bund. Auch die Kantone erlitten danach Milliardeneinbussen. Selbst das Bundesgericht hatte den Bundesrat wegen dieser Irreführung der Stimmbürger gerügt.

    Eskalierter Steuerwettbewerb
    Was aber besonders schwer wiegt und im Abstimmungskampf fast untergeht, ist die Langfristwirkung durch die Anheizung des innerschweizerischen Steuerwettbewerbs unter den Kantonen. Es werden gleich drei neue Steuerschlupf-Konstrukte eingeführt, die vor allem den reicheren Kantonen eine Waffe im verstärkten Steuerwettbewerb verleihen und mit Sicherheit die finanzschwachen Kantone ins Hintertreffen bringen.
    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/betrug-am-mittelstand/story/27716026


    Darum ein wuchtiges NEIN in die Urne!

    Wenn die Unternehmenssteuerreform III abgelehnt wird, gibt es ein Jahr später einen neuen Anlauf mit weniger Steuerausfällen – basierend auf dem ursprünglichen Konzept des Bundesrats. Auch so wird kaum je eine multinationale Gesellschaft ihren Holdingsitz aus der Schweiz abziehen. Denn die Schweiz bleibt auch ohne dieses Milliardensteuergeschenk das Tiefststeuerland Europas – zudem attraktiv mit einer exzellenten, staatlich finanzierten Infrastruktur und einer Lebensqualität am Zürich-, Zuger- und Genfersee, von der alle internationalen Manager träumen.

    Darum ein wuchtiges NEIN in die Urne!
     
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  3. Forteleon

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    Tatsache ist, dass wir zur ustr III gar keine alternative sagen, denn wenn wir nein stimmen, werden ca 3000 unternehmen unser land ziemlich schnell verlassen und mit ihnen nicht nur ihre steuern, sondern vor allem auch die arbeitsplätze ...

    dies ist auch der grund warum die basler sp regierungsrätin und Vorsteherin des finanzdepartementes die annahme der ustr III dringendst empfiehlt. sie weiss was ihrem Kanton passiert, wenn die chemische/livestile Industrie ihre arbeitsplätze über die grenze verlagert, was ohne Probleme möglich ist und wofür es seitens deutschen und französischen wirtschaftsstandorten billigsteuerangebote gibt.

    die ustr III ist ein Eigentor der linken. sie kriegen nun das, was sie für ihr lachen über die Indianer und die Kavallerie verdienen ... dumm ist nur, dass wir alle für diese Dummheit den deutschen und der OECD kein besseres verhandlungsresultat abzutrotzen, bestraft werden. die linke und ews führten damals das Zepter .... heute wollen sie von den folgen ihrer fehlpolitik natürlicht nichts mehr wissen!

    Tatsache ist, dass es keine alternative gibt, weil die aushandlung des usr III Kompromisses sehr viel zeit brauchte und die betroffenen firmen aufgrund der fehlenden Rechtssicherheit nicht mehr bereit sind noch länger zu warten ... also vögeli friss oder stirb ... du hättest es dir früher überlegen sollen, die alte holdingbesteuerung einfach zu opfern!

    darum gibt es nur ein JA, alles andere ist wirtschaftlicher Selbstmord.
    klar ist, dass die linke heute für ein nein wirbt, weil sie mittelfristig nur über die Unzufriedenheit im unteren Mittelstand einen machtzuwachs erwarten kann. ziel ist also nicht das wohl der schweiz, sondern die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten.
     
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    Forteleon, 17. 01. 2017
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  4. Beat

    Beat Parteilos

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    Seine einzige Form von ‹voice› in der Demokratie ist die Drohung mit ‹exit›. Es kennt nur das Diktat von Gewinn und Verlust am Kapitalmarkt. Sein Index wird vom Indikator zum Diktator des Richtigen – auch für die schweizerische Demokratie.»
    Brönnimann

    Aber natürlich, bei Forteleon sind die Linken immer an allem schuld!
    Ich hätte ........?? Was denn - kann mich nicht erinnern, je in der Politik aktiv etwas zu sagen hatte.
    Seine einzige Form von ‹voice› in der Demokratie ist die Drohung mit ‹exit›. Es kennt nur das Diktat von Gewinn und Verlust am Kapitalmarkt. Sein Index wird vom Indikator zum Diktator des Richtigen – auch für die schweizerische Demokratie.»Brönnimann

    Wenn die Unternehmenssteuerreform III abgelehnt wird, gibt es ein Jahr später einen neuen Anlauf mit weniger Steuerausfällen – basierend auf dem ursprünglichen Konzept des Bundesrats. Auch so wird kaum je eine multinationale Gesellschaft ihren Holdingsitz aus der Schweiz abziehen. Denn die Schweiz bleibt auch ohne dieses Milliardensteuergeschenk das Tiefststeuerland Europas – zudem attraktiv mit einer exzellenten, staatlich finanzierten Infrastruktur und einer Lebensqualität am Zürich-, Zuger- und Genfersee, von der alle internationalen Manager träumen.

    Bürger, Arbeiter, Angestellte, lasst euch nicht wieder über den Tisch ziehen wie bei UStR II !

    Darum ein wuchtiges NEIN in die Urne!
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. 01. 2017
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    Beat, 17. 01. 2017
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  5. Ginestra

    Ginestra Parteilos

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    Hurra. Endlich wieder etwas Platz! Aber wahrscheinlich lassen sich die Proleten ja wieder einschüchtern :mad:
     
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  6. razzar

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    Ich kann mir vorstellen, dass nun auch in der Schweiz die finanzfaschistischen Falschverteiler einen Tsunami der Abgehängten spüren müssen. Wer genug hat von all diesen Drohungen und Erpressungen die den Mittelstand so oder so zerstören stimmt mit NEIN.
     
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  7. Ginestra

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    Das Parlament macht ja dann sowieso was es will. Die langen Gesichter am Sonntagabend wären es allemal wert zu gewinnen ;)
    Da aber die Bauerntrampel glauben, sie würden so oder so verschont, werden wir wahrscheinlich leider verlieren und wieder einmal zu hören bekommen, wie weise und gut doch die direkte Demokratie sei blablablauswusf.
     
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    Ginestra, 17. 01. 2017
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    #7

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