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Russland, Ukraine & die Krim

Dieses Thema im Forum "Politik weltweit" wurde erstellt von Alexander, 2. 03. 2014.

Russland, Ukraine & die Krim 4.4 5 5votes
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  1. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine sind ein sehr spannendes Thema. Nicht nur, weil dort zahlreiche historisch gewachsene Realitäten aufeinandertreffen, sondern auch, weil weltweit wieder alte Denkmuster (Ost-West-Konflikt) provoziert werden und die Medien auf beiden Seiten schonungslos ihre Parteilichkeit offenbaren.

    So finde ich es beispielsweise interessant, auch mal Russia Today zu schauen. Die Berichterstattung dort ist nat?rlich ziemlich einseitig Pro-Russisch, aber man wird schnell merken, dass die Pro-Russische Einseitigkeit dort auch nicht gr?sser ist, als die Anti-Russische Einseitigkeit in den angeblich neutralen Medien Westeuropas.

    Beispiele:

    Machtwechsel / Revolution oder Putsch / Absetzung einer gew?hlten Regierung

    Bilder von Polizisten die Gegen Demonstranten vorgehen oder Bilder von Polizisten, die sich unter einem Hagel grosser Stein. und Betonbrocken zur?ckziehen bzw. gekr?mmt am Boden liegen, w?hrend sie von Demonstranten mit Eisenst?cken verpr?gelt werden

    Auch interessant: Bei uns konnte ich bisher noch kein einziges Wort davon h?ren, dass einer der neuen Ukrainischen Machthaber scheinbar angek?ndigt hat, das Land wieder zur Atommacht machen zu wollen, um die "Diskussion" mit Russland zu ver?ndern.
    In den russischen Medien hingegen ist diese Drohung nat?rkich durchaus ein Thema.

    Man denke nur mal dran, wie unsere Medien bei jedem Atom-Schluckauf aus dem Iran aufheulen (owbohl der Iran ja noch nie best?tigt hat, nach nuklearen Waffen zu streben) - da scheint es schon etwas seltsam, dass die Aufr?stungs-Androhung eines Teils der Ukrainischen Interims-Regierung nichtmal eine Randnotiz wert ist.



    Wie dem auch sei, mich w?rden mal eure Meinungen zur ganzen Situation in der Ukraine interessieren.
     
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    Alexander, 2. 03. 2014
    Last edited by admin; at 11. 10. 2014
    #1
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  2. Mondstein

    Mondstein Parteilos

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    AW: Russland, Ukraine & die Krim

    Das Land soll sich doch teilen, dann darf jeder der Herren und Frauen sein kleineres L?ndchen regieren.
    Das Problem scheint irgendwie zu sein, dass der gew?hlte Repr?sentant nicht wirklich als repr?sentierend wahrgenommen wird.
    Neuwahlen und eine gr?ssere regionale Autonomit?t w?ren vielleicht eine andere L?sung.
     
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  3. brille

    brille

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  4. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Der Bundesrat hat richtig entschieden. Keine Sanktionen gegen Russland. Die weitere Kritik hätte er sich sparen können. Die Rechtslage ist nicht klar, ob tatsächlich eine Völkerrechtsverletzung vorliegt. Ich bin sowieso der Meinung, dass Putin völlig richtig gehandelt hat, weil er die Gunst der Stunde wahrnahm und sich nicht mehr hat gängeln lassen von den Amerikanern, welche immer frecher werden. Der Messias ist kein glaubwürdiger Vertreter, wenn es um Rechtsstaatlichkeit geht. Tatsache ist auch, dass die Ukraine in einer Revolution ist, - keine Regierung, Korruption überall, Chaos pur -.
    Die Bevölkerung auf der Krim hat an der Urne klar für Russland votiert. Somit ist das "Einverleiben" eines Landesteiles von einem Land in der Kapitulationsphase, abgesegnet durch die betroffene Bevölkerung, nichts Unrechtes. Putin gefällt mir immer besser.

    „Sanktionen dummes Zeug“Schmidt verteidigt Putins Krim-Politik
    26.03.2014 · Der ehemalige Bundeskanzler kritisiert den Ausschluss Russlands aus der Gruppe der G-8-Staaten. Die Sanktionen der EU und Amerikas seien „dummes Zeug“. Angela Merkel lobt er dennoch für ihr Vorgehen in der Krim-Krise.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/schmidt-verteidigt-putins-krim-politik-12864852.html

    C.
     
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  5. Beat

    Beat Parteilos

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    Erstaunlich, wie viele Puttinfreunde es in CH gibt, wenn man auf die Kommentare in den Leserspalten abstellen wollte. Bei unserem Führerhuldiger ist dies hingegen nicht erstaunlich, hat doch DER Führer 1938 genau dasselbe getan. Unter dem Vorwand, die Sudetendeutschen schützen zu müssen, anektierte er kurzerhand militärisch einen Teil der Tschechoslovakei.
    Zur Rechtslage: Man stelle sich vor, nach Einmischung in interne Angelegenheit der CH, z.B. nach einem Regierungswechsel, marschiere F mit irgentwelchem Vorwand im Jura ein, organisiere dort unter vorgehaltenen Gewehren und unter Ausschluss jedwelcher neutraler/internationaler Beobachter im Eiltempo ein Referendum und vollziehe alsdann den Anschluss des Kantons an F.
    Der Imperialist.
    Sein Ausspruch, der Zerfall der Sowietunion sei die grösste geopolitische Katastrophe der Neuzeit, könnte deutlicher nicht seine imperialistischen Träume aufzeigen.
    Wenn auch ein gewisser, geschichtlicher Anspruch Russlands auf die Krim nicht von der Hand zu weisen ist, und dort auch eine Mehrheit ethischer Russen leben, ist die Anektion unter Verletzung internationalen Rechts und selbst von R 1994 unterzeichneter Verträge, nicht die Art des feinen Mannes, sondern klarer Diebstahl. Die darum herum aufgebaute Lügenpropaganda, die Einschleusung von Agitatoren, erinnert an den kalten Krieg, in den er die Welt zurückgeführt hat.
    Um dem Anspruch gerecht zu werden, hätte die Angelegenheit auf dem Verhandlungsweg abgewickelt werden können, z.B. indem R die Krim der Ukraine abkauft.
    Es ist zu befürchten, dass Putins Imperialistenhunger damit noch nicht gesättigt ist. Wie u.A. Abchasien, Südostezien, Teile Azerbeijans und Moldaviens, könnte er weiteren Apetit auf fremde Landesteile mit russisch ethnischen Bevölkerungsteilen haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. 03. 2014
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  6. Vox borealis

    Vox borealis Parteilos

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    Bin mit Beat gleicher Ansicht. Interessant ist nämlich, dass die Annexion der Krim von Russland nicht vor einem historischen Hintergrund begründet werden kann. Auch wenn die Mehrheit der heutigen Bevölkerung russisch spricht, ist dies vornehmlich eine Entwicklung aus der Zeit der Sowjetunion, so wie es heute auch in den baltischen Staaten grosse russische Minderheiten gibt. Katharina II. annektierte die Krim 1783 als für "alle Zeiten zum russischen Imperium gehörend" aus machtpolitischen Gründen so wie es jetzt Putin getan hat. Chruschtschow schenkte die Krim 1955 der damaligen Sowjetrepublik Ukraine, was nach aussen unbedeutend war, weil völkerrechtlich nach wie vor zur UdSSR gehörend.

    Jetzt wird man natürlich auch in anderen Ländern nervös, die russische Minderheiten haben. In Finnland ist diese in wenigen der letzten Jahre bereits auf 60'000 angestiegen. Diese meist gut ausgebildeten Immigranten sind mit ihrer Situation in ihrem neuen Wohsitzland völlig zufrieden, aber seit Russland im Zuge der Annexion der Krim verkündet hat, es werde auch künftighin für seine Minderheiten in anderen Ländern nötigenfalls "zum Rechten sehen", gilt Russland halt wieder als unberechenbar. Und damit hat Finnland Erfahrung, war es doch hundert Jahre selbst Teil des Russischen Imperiums bis es 1917 unabhängig werden konnte (mit versöhnlicher Einwilligung Lenins übrigens).

    Man stelle sich vor, das russische Beispiel mache im Völkerrecht Schule: Dann könnte Italien mit gleicher Begründung von der Schweiz das Tessin zurückfordern, Frankreich die Romandie und letztendlich Österreich und Deutschland die Deutschschweiz. Der westphälische Frieden, als erstmals die Souveränität der Schweiz anerkannt wurde, und der Wiener Kongress 1815 nur noch Schall und Rauch?
     
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  7. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Helmut Schmidt war zwar in der Wehrmacht, jedoch wegen dem hat er nie die NSDAP verehrt. Ziemlich Quatsch was du hier schreibst.


    Das muss ich mir nicht vorstellen, sondern schon längst geschehen: KOSOVO
    Putin hat damals schon gemahnt, dass er sich dies merken wird.
    Ganz davon abgesehen würde ich mir die Leute in der Ukraine etwas genauer anschauen. Das Land hat keine Verfassung und die Mafia und Rechtsradikale sind am steuern. Die Krim weiss schon wieso man sich für den Anschluss an Russland entschieden hat an der Urne.

    C.
     
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