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Referendum gegen AP2011

Dieses Thema im Forum "Regional- und Landwirtschaftspolitik" wurde erstellt von aristo, 8. 08. 2007.

Referendum gegen AP2011 4.8 5 5votes
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  1. aristo

    aristo

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    «Wir müssen ein Signal geben. Nein sagen, bevor es zu spät ist», sagt er. Die schweizerische Agrarpolitik liefere die einheimische Produktion einer totalen Liberalisierung aus, was eine ökologische und soziale Katastrophe sei. Cretegny und seine MitstreiterInnen, LandwirtInnen aus den Kantonen Genf und Waadt, fordern eine Agrarpolitik, die den Umweltschutz über den freien Markt stellt. Und sie verlangen, dass die Prinzipien des fairen Handels nicht nur für Nischenproduktionen gelten, sondern als allgemeingültige Normen anerkannt werden.

    «Wir brauchen eine Regulierung des Marktes, um soziale und ökologische Standards international durchzusetzen.» Das will Cretegny erreichen, indem er die einheimische Produktion durch Zollabgaben auf Importprodukte schützt. Aus seiner Sicht ist das keine rückwärtsgewandte, egoistische Haltung, im Gegenteil. Internationale Nahrungsmittelkonzerne würden die Bauern der Dritten Welt ausbluten, die dortigen Produktionsflächen verschmutzen und unfruchtbar machen, mit dem einzigen Ziel, durch das Verschieben der Produkte in die Erste Welt enorme Profite zu erzielen. Und gleichzeitig würden die Einkommen der hiesigen Produzenten untergraben. (...)

    http://www.woz.ch/artikel/2007/nr32/schweiz/15258.html

    Das Referendum wird kommen und ich hoffe es machen viele mit!
     
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  2. Tigerhai

    Tigerhai Gesperrt

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    AW: Referendum gegen AP2011

    Da hast Du Recht!

    Mit dem Abbruch der Zollmauern gehen die Preise in den globalen Keller. Und zum Ausgleich der Einnahmenausfaelle des Staates muss der Kleinunternehmer mit der unsozialen Mehrwertsteuer kujoniert und stranguliert werden. Schon Abraham Lincoln, der die Lohsklavenhalter der freien Einwanderung zum Sieg uber die Peitschensklavenhalter fuehrte, warnte den Kongress: Der Freihandel wird den Pauperismus der Produktiven zur Folge haben.

    Mit der freien Zuwanderung von immer mehr Lohndoempern ohne familiaere oder andere Bindungen in die Schweiz statt den Wenigen familiaer (und sonst humanitaer besser als in anderen Laendern Berechtigten) gehen die Loehne in den globalen Keller.

    Der Schale Reis wird zwar (bis zur naechsten Hungersnot) immer billiger. Aber sie wird eher frueher als spaeter einen Taglohn, statt einen Minutenlohn kosten!

    Und die verseuchten Ernten der nicht globamerikanisierten Restwelt koennen nur noch zur Gewinnung von Biodiesel verwendet werden, damit Buschs Kriegsverbrecher ihre imperialen Angriffs- und Beutekriege weiter mit Panzern fahren koennen statt latschen zu muessen!

    Tja, die Bauern waren noch in einer bequemeren politischen Position, als noch sie und nicht die wehr- und erwerbspflichtbefreiten Emanzen das privilegierte Wahl- und Stimmvieh der "C"VPFDP-Kapitalschmarotzer waren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. 08. 2007
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  3. fragile

    fragile Erfahrener Benutzer GLP

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    AW: Referendum gegen AP2011

    @aristo: Ich habe mir erlaubt, diesen Thread ins Forum "Landwirtschaft" zu zügeln. Dort ist diese Diskussion besser aufgehoben.
     
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  4. Peter Hugentobler

    Peter Hugentobler

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    AW: Referendum gegen AP2011

    Resultat dieses aufgezwungen Strukturwandels wird eine noch montonere Marktlandschaft sein.
    http://www.allsubs.org/movie-trailer/we feed the world/fIA4DP6iWNQ

    Klar, die böse Fenaco gehört abgestraft, auch die ganze Fleischwirtschaft sollte man reduzieren und dafür auf biologischen Gemüse & Getreidebau setzen.
    http://www.puure.ch/blog/?m=20080214

    EU-Agrarminister kritisieren WTO
    http://www.puure.ch/blog/?m=20080221

    Globalisierung: Warum Handel schadet
    Outsourcing geht von heute auf morgen. Zivilisation jedoch braucht Zeit. In den Theorien des grenzen- und schrankenlosen Freihandels kommt Zivilisation nicht vor.
    http://www.puure.ch/blog/?m=20080219
     
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  5. gloria

    gloria Parteilos

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    AW: Referendum gegen AP2011

    Wieder einmal wurde ein Problem erkannt und anstelle das versucht wird dies an den Wurzeln zu lösen, findet man hundert neue Schauplätze die man dafür Verantwortlich macht und schlecht machen will... :(

    Wir brauchen eine Landwirtschaft, aber es ist falsch diese in einem Globalen - Markt durch das Einführen von Zollabgaben zu schützen. Es ist falsch, wenn man die Bauern im Regen stehen lässt, da ihre Produkte im Globalenmarkt zu teuer sind...es wäre auch falsch, wenn man die Bauer dazu verpflichten sollte nur BIO-Produkte anzubauen, weil diese ein paar Rappen mehr bringen.

    Im liberalen Markt ist es halt nun einmal so, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen...und erhlich, auch wir freuen uns wenn wir günstig Einkaufen können.

    Hier gilt es m. E. andere Wege einzuschlagen. Im Gegensatz zum Ausland dient unsere Landwirtschaft nicht nur der Produktion von landwirtschaftlichen Güter, sondern ist ein wichtiger Teil zur Erhaltung der Schönheit und Attraktivität unseres Landes...

    Wenn nun Landwirtschaftliche - Prdukte nicht mehr Selbstkostendekend verkauft werden können, müssen wir unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung der Schönheit bereit sein, Investitionen zu tätigen (fast wie bei einer Frau.. ;) ), das Budget für Kosmetika erhöhen... :p

    Im Ernst: Es besteht ein volkswirtschaftliches Interesse an einer gepflegten Schweiz, dass müssen wir uns etwas Kosten lassen. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, Zahlungen für Landschaftserhalt zu finanzieren, denn es gibt diverse Geschäftszweige (z. B. Tourismus) die davon profitieren. Da der Bauer vorläufig die Landschaftspflege niemandem verkaufen kann, sehe ich keinen anderen Weg als den Staat zu verpflichten, diese Aufgabe zu übernehmen und zu Direktzahlungen zu verpflichten...es wäre m. E. aber falsch und nicht Zeitgemäss die Landwirtschaft durch Zölle zu schützen...
     
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  6. Peter Hugentobler

    Peter Hugentobler

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    AW: Referendum gegen AP2011

    Wer, wenn es um nachhaltige Landwirtschaft geht von Landschaftsgärtnerei spricht hat wahrscheinlich null bezug zur Nahrung, die er einnimmt. Ich habe nichts gegen Wettbewerb, aber für einen Wettbewerb stellt man normalerweise die Rahmenbedingungen auf, und in einer Demokratie gehe ich davon aus, dass man auf demokratischen Weg die Rahmenbedingungen bestimmt und nicht durch irgendwelche Think-Thanks umsetzen lässt. Gerade jetzt wo es darum geht, nachhaltige Strukturen zu fördern und die noch nicht ausgestorbenen zu erhalten, ist eine Änderung der Rahmendbedingungen zugunsten einer nicht nachhaltigen Landwirtschaft völlig deplaziert . Habe ich mich genug klar augedrückt, gloria?
     
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  7. gloria

    gloria Parteilos

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    AW: Referendum gegen AP2011

    Eigentlich nicht...was sind Think-Thanks? Denke doch du in deinen alten Bahnen. Wehre dich gegen Ideen, aber bleibe doch bitte sachlich, so wie es sich in einem Forum gehört.

    Wenn du meine eigenen Ideen als Angriff auf die Demokratie siehst, kann ich das nicht Nachvollziehen - wenn du etwas für den Erhalt zum Schutz der " noch nicht ausgestorbenen" unternehmen willst, dass musealen Charackter hat, finde ich das deplaziert. Wenn du findest, Einfuhrzölle seien ein probates Mittel, so lebst du sehrwahrscheinlich noch im letzten Jahrhundert, denn bedenke Einfuhrzölle verteuern allein das Leben in der Schweiz und es gibt doch auch Landwirtschaftliche Produkte, bei denen wir auf einen Export angewiesen sind (z.B. Käse), den müsste man zusätzlich mit Export- Verbilligungen subventionieren.

    Wie willst du zu einer nachhaltigen Landwirtschaft kommen? Die Topographie erlaubt ja gar keine so Grossflächigen Monokulturen, dass zu günstigeren Preisen produziert werden kann und das ist gut so. Mir Vorzuwerfen, weil ich eine andere Meinung als die deine vertrete, ich hätte keinen Bezug zur Nahrung, ist doch nicht sachlich...oder ist unsere Kartoffel "Amandine" besser als eine importierte Bintye?

    Das wäre übrigens Geschmacksache... :rolleyes:

    Auch ich finde, dass wir auf unsere Landwirtschaft angewiesen sind, dass unsere Landwirtschaft Vorteile bietet...kurze Wege, gleich geringe Umweltbelastung und frische Ware..aber persönlich finde ich einfach, Einfuhrzölle ist die falsche Massnahme...

    Unsere Bauern leisten mehr für die CH als nur Nahrungsmittelproduzent zu sein, können aber leider nur Nahrungsmittel verkaufen und ihre Dienstleistungen "Landschaftsgärtner & Umwelterhalter" wollen wir gratis beziehen...Ich bin bereit, die Landwirtschaft zu unterstützen und wenn du meinen Beitrag RICHTIG gelesen hättest,sogar mit Direktzahlung, welche an die Auflage des Umweltnutzens gebunden wären. Auch das würde m. E. die Rahmenbedingungen zu einer nachhaltigen Landwirtschaft neu setzen..Begreife doch, dass in der heutigen Schweiz Landwirtschaft nicht nur Lebensmittelproduktion ist.

    Habe ich mich jetzt so ausgedrückt, dass auch du das verstehst lieber Peter? ;)
    Oder wäre es wirklich politisch Hilfreicher über die Ausbeutung von Entwicklungsländer zu diskutieren? Über die Fenaco? Welche ich übrigens als eine gute Institution des Bauerngewerbe erachte.

    Ich denke nicht....Auch wenn ich mit meiner Meinung allein da stehe, ich stehe zu meinen Gedanken und verstecke mich NICHT... :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. 02. 2008
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