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Neues KKW für die Schweiz?

Dieses Thema im Forum "Atompolitik" wurde erstellt von endy, 11. 05. 2006.

Neues KKW für die Schweiz? 4.5 5 4votes
4.5/5, 4 Bewertungen

  1. endy

    endy

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    Die KKW Betreiber in der Schweiz möchten einen Ersatz für die 2017 vom Netz gehenden Reaktoren Beznau I und II.

    Wie seht Ihr die Chancen für ein neues AKW? Wie beurteilt Ihr die Zukunft der Kernenergie im Allgemeinen? Ist jetzt vielleicht sogar die Gelegenheit für den Atomausstieg gekommen?
     
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  2. philu-Mod

    philu-Mod

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    AW: Neues KKW für die Schweiz

    Die Gelegenheit für den Ausstieg ist schon länger vorhanden, doch versuchen ihn die Wirtschafts- und Atomenergieverbände in immer wieder hinauszuzögern.

    Ein vernüftiges Ausstiegsmodell: http://al.sp-ps.ch/data/DIV/Medienkonferenzen/060424_Atom/Studie RR_def.pdf

    Wir sollten uns mal über die konkrete Umsetzung eines solchen Szenarios unterhalten. (denn irgendwann werden wir dazu gewzwungen; umso früher umso besser)

    Ich glaube, dass ein neues AKW in der Schweiz keine Chance hat.
    Übrigens sind uns viele europäische Staaten weit voraus und entwickeln schon lange erneuerbare Energien. Diesem neuen Trend sollten wir uns nicht verschliessen.
     
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  3. dslp!!

    dslp!! andere

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    AW: Neues KKW für die Schweiz

    Schaut:
    Ich bin der Meinung, dass wir ein neues AKW bauen sollten, da wenn 2020 (Mühleberg, Beznau I/II) und ca. 2025 - 30 (Gösgen, Leibstadt), wird eine riesen Energieknappheit vorhanden sein, da die AKW's heute 40% des gesamten Strombedarf abdeckt! Man muss auch noch andere >Massnahmen treffen, aber ist es nicht möglich diesen riesen Bedarf ohne IMporte zu lösen, was eine völlig falsche Strategie wäre, Atomstrom(!) von F einzukaufen...

    Einfach eines superleistungsfähiges!!
     
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  4. leon Mod

    leon Mod Guest

    Neuer Benutzer
    AW: Neues KKW für die Schweiz

    Klar ist, dass die Atomstromwirtschaft mit ihren Argumenten: "Atomstrom ist 100% CO2-frei!" und "Der Schweizer Strommix macht unsere Stromversorgung vom Ausland unabhängig" faustdicke Unwahrheiten sind. Dies vor allem in Anbetracht, dass Atomstrom ohne massive CO2-Emissionen schlicht nicht machbar ist, weil die gesamte Logistik und Infrastruktur, vom Uran-Bergbau über die Aufbereitung, Wiederaufbereitung, Bau aller hierfür nötigen Werke bis zur ungelösten Entsorgung radioaktiver Abfälle auf fossile Energieträger angewiesen sind.

    Quintessenz: Das Ende der fossilen Energie ist gleichzeitig auch das Ende des Atomstromes.

    Die Uranbrennelemente müssen zu 100% vom Ausland importiert werden und somit ist Atomstrom zu 100% vom Ausland abhängig. Mit der Allianz Wasserkraft+Atomstrom und deren Ziel Atomstrom zum Hochpumpen von Wasser bei noch zu bauenden Pumpspeicherwerken (Beispiel Grimsel West) einzusetzen, wird in der vernetzten Betrachtung auch dieser Teil der Wasserkraft zu 100% auslandabhängig.

    Quintessenz: Der Atomstrompfad führt demnach zu einer massiven Steigerung der Auslandabhängigkeit, die sich auch über die Wasserkraft ausdehnt.

    Und die Lösung? Steigen wir aus, aus dieser riskanten und lebensfeindlichen Enetrgietechnik. Es gibt genug Alternativen und sie sind billiger zu haben als die Atomkraft. Die billigste Energie ist immer noch diejenige die ich nicht hirn- und sinnlos verschleuderte.

    Als Letztes kommt noch hinzu, dass die Uranvorräte kaum länger herhalten wie die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas. Kohle allerdings haben wir noch für Jahrhunderte zur Verfügung. Nur - die Grenzen des Einsatzes von fossiler Energie werden uns mit an Sicherheit gernzender Wahrscheinliochkeit in absehbarer Zeit vom Klima gesetzt.
     
  5. dslp!!

    dslp!! andere

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    AW: Neues KKW für die Schweiz

    Punkt 1: Ich bin nicht von der Atomlobby,

    Punkt 2: Ich will nur, dass dann unter anderem DU und ICH sich beklagen, im Winter, wenn wir am meisten Strom brauchen (ja wir müssen sogar heute von Frankreich ATOMSTROM importieren), "oh ist ist das ne s....... jezt habe ich schon wieder keinen Strom mehr!

    Punkt 3: Auf dem Grimsel - Stausee, wird wegen der Rot-grünen Mehrheit im Regierungsrat keine Erhöhung des Grimselstausees durchgeführt, da "ein paar Föhren" versenkt werden! Ist doch lächerlich! Zum einen "Ja sofort aus der Atomenergie aussteigen" und gleichzeitig: "nein, wenn so ein paar verlassene Bäume dort stehen, sollten wir besser etwas anderes machen!"

    Punkt 4: Bei einem Anteil von 40% am Gesamtstrom, kannst du nicht einfach die AKW's ausschalten und dann Däumchen drehen! Und seien wir mal ehrlich: Die erneuerbaren Energien werden max auf 10% kommen, da müssen wir uns nichts vormachen!
     
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  6. zero

    zero Gesperrt svp

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    AW: Neues KKW für die Schweiz

    Auch ich bin nicht Fachmann auf diesem äusserst komplexen Gebiet, aber jeder seriöse Fachmann gibt deiner Aussage Recht! Dies zumindest mit den HEUTE bekannten Möglichkeiten. Auch die fast-BR Leuthard hat kürzlich zu diesem Thema in einem Interview gesagt, dass sie noch keine umsetzbaren und vor allem verantwortbaren Lösungsvorschläge gesehen hat, die über einen Anteil von 10 % kommen.

    Visionen in so ein wichtigen Gebiet sind wichtig, grün/rote Phantastereien bringen uns aber auch nicht weiter. Lösungsansätze gibt es genug und wir haben es in der Hand, diese zB. im persönlichen Bereich umzusetzen. Vermutlich werden es schlussendlich wieder die Energieverschwender Nr. 1, die USA, sein, die das Energieproblem lösen werden. Ob das mit neuen KKWs oder sonstwie geschehen wird, ist dabei sekundär. Energie - und damit meine ich billige - ist der Motor der Weltwirtschaft. Zehnmal oder x-mal teurere Energie würde uns ins Chaos und Armut stürzen.
     
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  7. philu-Mod

    philu-Mod

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    AW: Neues KKW für die Schweiz

    Bitte beachtet doch noch einmal meinen obigen Link. Dann können wir uns einmal konkret über den zukünftigen Strommix unterhalten und nicht einfach von einer Stromlücke sprechen.
     
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