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Lieblingsdialekt

Dieses Thema im Forum "Dorfplatz" wurde erstellt von Pallas Athene, 31. 03. 2015.

Lieblingsdialekt 4.4 5 5votes
4.4/5, 5 Bewertungen

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Welches ist der schönste Dialekt?

  1. Baseldeutsch

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  2. Berndeutsch

    1 Stimme(n)
    25,0%
  3. Freiburgerdeutsch

    0 Stimme(n)
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  4. Walliserdeutsch

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. AG-ZH-ZG-LU-usw-Einheitsbrei

    0 Stimme(n)
    0,0%
  6. SG-TG-Ostdeutsch

    1 Stimme(n)
    25,0%
  7. Bündnerdeutsch

    0 Stimme(n)
    0,0%
  8. Anderer/bin mit der Kategorisierung (insb. Option 5) nicht einverstanden

    2 Stimme(n)
    50,0%
  1. Pallas Athene

    Pallas Athene Keine_Parteiangabe

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    Da ich in diesem Forum einen ausgeprägten Lokalpatriotismus verorten zu können meine, drängte sich mir die Frage auf, die (meiner Erfahrung nach) immer, wenn Deutschschweizer unterschiedlicher Herkunft irgendwo zusammenkommen, aufkommt: Wer hat den schönsten Dialekt? Ihr dürft eure Antworten gerne begründen...
     
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  2. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Wie du anhand deiner letzten Option bereits selbst festgestellt zu haben scheinst, ist die Kategorisierung (insb. Option 5) natürlich eine ziemliche Provokation ;)

    "AG-ZH-ZG-LU-usw-Einheitsbrei?" Wie bitte? Innerhalb dieses "Einheitsbreis" gibts ein Dutzend Dialekte, die sich alle kaum weniger unterscheiden, als Basel- von Berndeutsch.

    In einem Land dass seine Dialekte so hochhält wie das unsere, müsstest du eigentlich sogar innerhalb der Kantone verschiedene Kategorien einführen, um nicht zu riskieren, irgendwo ans Kreuz genagelt zu werden ;)
    (So ists auch für mich als Luzerner völlig offensichtlich - bzw. "offenhörbar", dass Winterthurer deutlich anders sprechen als Stadtzürcher. Und innerhalb des eigenen Kantons geht das natürlich noch differenzierter. Den Entlebucher z.B. erkennt man von weitem... und ich vermute, die verschiedenen Entlebucher können sich sogar noch ihren jeweiligen Dörfern zuordnen - eine Gabe, die mir als Städter fehlt :D)


    Oh, und um die Frage doch noch halbwegs zu beantworten: Schwer zu sagen. Ich finde viele Dialekte irgendwie sympathisch. Was ich vro allem feststelle ist, dass ich den eigenen Dialekt erst dann "zu schätzen" weiss, wenn ich ihn ausserhalb der "Heimat" höre. D.h. in Luzern fällt ein Luzerner halt nicht auf. Aber in Bern weckt er irgendwie positive Gefühle ;)
     
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    Alexander, 31. 03. 2015
    Last edited by Alexander; at 31. 03. 2015
    #2
  3. Ginestra

    Ginestra Parteilos

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    Ostdeutsch ;) ?
     
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    Ginestra, 31. 03. 2015
    Last edited by Ginestra; at 31. 03. 2015
    #3
  4. Pallas Athene

    Pallas Athene Keine_Parteiangabe

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    Die Umfrage ist natürlich nicht ganz ernst gemeint und bewusst etwas provokant ;)
    Was den "Einheitsbrei" angeht, ist mir natürlich auch klar, dass das eine Vereinfachung darstellt, aber der Begriff ist nichtsdestoweniger nicht ganz aus der Luft gegriffen, da meiner Wahrnehmung nach diese Dialekte sich eben tatsächlich weniger voneinander unterscheiden als von den separat aufgeführten, oder beispielsweise auch Bern- von Baseldeutsch (letzteres dürfte zum Beispiel dem Elsässischen noch näher sein).
    Damit gibst du ja implizit zu, dass der Luzerner und der Zürcher Dialekt sich ähneln - wenn du den Unterschied zwischen Stadtluzernern und Entlebuchern bemerkst und dies darauf zurückführst, dass man durch Gemeinsamkeiten die Unterschiede umso besser hört, kann man das eben auch sagen, wenn dir ein Unterschied zwischen den Winterthurer und dem Stadtzürcher Dialekt auffällt. Ich zum Beispiel könnte nicht sagen, wie sich der Stadtzürcher Dialekt von dem in Winterthur gesprochenen unterscheidet (wobei mir zugegebenermassen als Winterthurer spontan nur Rickli und Giacobbo einfallen, vielleicht liegt also, dass ich keinen Unterscheid meine wahrnehmen zu können, auch einfach daran, dass die sich eben "assimiliert" haben). Es gibt aber auch einen anderen Anhaltspunkt, dessentwegen ich (neben meiner Wahrnehmung) mich berechtigt fühle, so etwas wie "Einheitsbrei" zu behaupten: Als ich in der RS war, wurde den Luzernern beispielsweise von den Zürchern attestiert, sie sprächen ein schönes Schweizerdeutsch - wobei sie wohlverstanden unter "Schweizerdeutsch" eben ihren Dialekt verstanden und alles, was dem nicht ähnelte, als Bauerndialekte bezeichneten. ;)

    Übrigens gefällt mir selbst eigentlich kein Dialekt wirklich, es gibt nur Schlimme und weniger Schlimme, wobei zu den Schlimmsten eindeutig die Dialekte aus FR (die deutschen) und TG gehören, bei denen läuft man immer Gefahr, an einer Trommelfellentzündung zu erkranken wegen dieser Fingernägel-auf-Tafel-Lauten. :p
     
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  5. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Ich glaube eigentlich nicht, dass sich Luzern- und Zürichdeutsch wahnsinnig viel/deutlich ähnlicher sind als z.B. Luzern- und Berndeutsch.

    ZH: nöd wahr LU: ned wohr BE: ned wo(a)hr (?)
    Generell hat das Züridütsch eine Tendenz, oft "a" zu sagen, wo man in Luzern "o" sagen würde. Alleine schon das, macht sie schwer kompatibel. (Schprach vs. Schproch / naamache vs. nochemache / gangs namal ga [goge?] säge vs. gohs nomol [nomou] go säge)
    Bin mir da im Einzelnen auch nicht immer sicher, weil ich nicht sonderlich gut Zürchern oder Bernern kann. Und wie gesagt, alleine schon die Innerkantonalen unterschiede erschweren die Kreation der obenstehenden 'Beispiele'. Gewisse Luzerner würden auch sagen "es geit" und ned "es gohd". Bern lässt einmal mehr grüssen.


    Ausserdem vergisst du die ganzen Urkantone: Urner... Obwaldner... das sind nun wirklich Dialekte, die weder dem Luzernerdialekt noch dem Zürcherdialekt ähnlich sind.

    Die Platzierung des Aargaus ist insofern schwierig, als dass der Aargau meiner Meinung nach (aber vielleicht kenn ich mich da zu wenig aus), eigentlich gar keinen Dialekt hat. Die Aargauer sprechen einfach den Dialekt, des ihnen jeweils nächsten Nachbarkantons ;)
    So klingen Zofinger/Oftringer z.B. ziemlich wie Berner, während die Südaargauer eher Luzernern und die Ostaargauer Zürchern.
     
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  6. abc def

    abc def

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    Ganz im Gegenteil! Generell hat das Züridütsch die Tendenz, den Vokal "a" gar nie zu sagen. Und stattdessen eine Sonderform des "o" zu artikulieren ;) Mit der Folge, dass ein Zürcher, der in einer Ostschweizer Beiz eine "Schale" bestellt (die er selbst aber "Schooole" nennt) meist ein Shorley vorgesetzt bekommt :D
    (Umgekehrt wird der Ostschweizer ja häufig missverstanden, wenn er im Raum ZH/AG ein Bier bestellt. Statt Bier wird ihm dann häufig eine undefinierbare, katzenurinartige Flüssigkeit hingestellt, die wohl auf irgendeinem kleinen Schloss auf einem Feld gebraut werden soll. WTF?! :confused:)
     
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  7. Pallas Athene

    Pallas Athene Keine_Parteiangabe

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    Nicht ganz: in Bern würde man eher "ni(d) wahr" sagen, wobei der "i" aber "unspitz" ausgesprochen wird und zum "e" tendiert.
    Zur a/o-Problematik kann ich nichts sagen, ich glaube aber, die Zürcher sind sich hier nicht ganz einig, wie sie etwas jeweils aussprechen. Es gibt aber auch Bereiche, wo sich diese Dialekte eben doch recht ähnlich sind, etwa bei "mer hönd (? LU)-> kann daraus schnell "mir händ" (ZH) werden, weil man jeweils nur Vokale ändern muss, dagegen müsste man hier vom Bernischen kommend ("mir hei") den "i" streichen und Konsonanten hinzufügen, was überhaupt nicht zum Lautbild des Dialekts passen würde. Deswegen klingt es auch so blöd, wenn Alain Sutter spricht :)
    Generell lässt sich wohl die Tendenz feststellen, dass innerkantonale Unterschiede bzw. solche zwischen Dialekten, die einer gemeinsamen "Gruppe" angehören, schwinden und sich langsam eine Standardversion dieses Dialekts durchsetzt, zum Beispiel ist der Emmentaler Dialekt stark auf dem Rückzug gegenüber dem Stadtberner, und meiner Erfahrung nach passiert dasselbe (durch das Fernsehen usw.) auch mit Dialekten, die dem ZH-Dialekt lautlich schon ähnlich sind, in Hinsicht auf diesen Dialekt.
     
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