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Ist Frauenquote gut?

Dieses Thema im Forum "Sozial- und Familienpolitik" wurde erstellt von Qualm, 13. 04. 2015.

Ist Frauenquote gut? 4.6 5 5votes
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  1. Qualm

    Qualm

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    Wie findet ihr Frauenquoten, im öffentlichen Dienst oder auch in der Wirtschaft? Ich finde das lächerlich, weil es heutzutage sowieso niedrige Geburtenraten gibt und deshalb die Mütter und Hausfrauen unterstützt und ermutigt werden sollten, und nicht die Karrierefrauen.

    Kann auch diesen netten Artikel empfehlen, der gegen die Frauenquote ist.
     
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  2. tapir

    tapir Parteilos

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    Bin auch gegen Frauenquoten. Aber sicher nicht aus dem Grund, dass wir zu tiefe Geburtenraten haben.

    Frauenquoten verzerren den Wettbewerb. Frauenquoten sorgen dafür, dass nicht unbedingt die fähigste Person eine Stelle besetzt, sondern halt eben eine Quotenfrau.

    Last but not least: Frauenquoten sind sexistisch, da ihnen die implizite Annahme zugrunde liegt, eine Frau würde es ohne staatliche Hilfe in der Wirtschaft nirgends hinbringen.

    Der Verweis darauf, dass die Wirtschaft "ungerecht" sei, gilt nicht. Personalentscheide werden rational getroffen und nicht aufgrund von Vorurteilen. Wenn bei einer Frau das Risiko besteht, dass sie demnächst schwanger wird (sie ist z. B. verlobt) - und deswegen kürzer tritt, dann ist das ein Aspekt, der im rationalen Entscheidungsfindungsprozess berücksichtigt werden kann. Ganz einfach. Chasch mängisch ned s Füüferli unds Weggli haa..
     
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  3. Pallas Athene

    Pallas Athene Keine_Parteiangabe

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    @Qualm: Du verkennst völlig, dass Frauen nicht einfach entweder Mütter und Hausfrauen oder Karrierefrauen sind, sondern sich mal mehr, mal weniger bewusst für eines entscheiden müssen. Wenn dein Ziel ist, die Geburtenrate zu steigern, kannst du entweder die Frauen von der Karriere abzuhalten versuchen - das wird sich wegen der leider mittlerweile durchgesetzten rechtlichen Gleichberechtigung nicht durchsetzen lassen. Oder du kannst versuchen, den Widerspruch zwischen Kinderkriegen und Karriere aufzulösen, sodass sich auch die, die bisher wegen ihrer beruflichen Karriere keine Möglichkeit hatten, Kinder zu bekommen, diesen Teil des Lebens verwirklichen können. Und dies wird nur gelingen, wenn man Frauen stärker in die Wirtschaft einbindet, in der Weise, dass sie in ihrer Eigenschaft als Frauen, die halt Kinder bekommen, als ebenso notwendiger Teil des Wirtschaftslebens aufgefasst werden wie Männer, man also versucht, die Gründe, die bisher die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie bedingt haben, versucht aufzuheben. Und wenn dies nicht durch gesellschaftliche Akzeptanz geschieht, die bewirkt, dass auch Frauen eingestellt werden, die beim Vorstellungsgespräch nicht schon von vornherein garantieren, dass sie in den nächsten 20 Jahren keine Kinder haben werden, kann eine Frauenquote nachhelfen. Deswegen steht die Einführung einer Frauenquote nicht im Widerspruch zur erwünschten Erhöhung der Geburtenrate, im Gegenteil.
    Deinem Gedankengang folgend müsste eine hohe Geburtenrate eigentlich mit einer wenig verwirklichten beruflichen Gleichstellung einhergehen; allerdings sind die Länder, in denen Frauen bereits international die wichtigste Rolle in der Wirtschaft spielen, auch die mit einer vergleichsweise hohen Geburtenrate (siehe Schweden und Frankreich).
    (Dieser Beitrag ist nicht als Äusserung für oder gegen die Frauenquote zu verstehen, noch, dass ich die tiefe Geburtenrate für ein Problem halte, dessen Lösung im Moment am vordringlichsten ist. Er bezieht sich einzig auf die angebliche Kausalität zwischen Frauenquote und niedriger Geburtenrate)
     
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  4. Rolf

    Rolf Guest

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    Ich bin für die Förderung der Frauen, weil diese lohn- und karrieremässig immer noch massiv zurückgesetzt werden.

    Als Frau möchte ich aber eine Position nicht wegen einer Quote erhalten, sondern wegen meiner Leistung.
     
  5. Qualm

    Qualm

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    Wenn du Frauen im Beruf die Möglichkeit gewähren willst, das alles miteinander zu vereinbaren, dann ist es so, als ob du auf einer Konstruktion, die bereits auf Sand gebaut ist, weiterbaust.

    Die Konstruktion ist in dem Moment auf Sand gebaut, wenn eine Frau Beruf und Familie zugleich machen will. Denn dadurch wird automatisch im Hintergrund immer ein schlechtes Gewissen vorhanden sein, eine Rabenmutter zu sein. Dadurch entstehen Komplexe, die dann zu höheren Scheidungsraten führen.
    Außerdem wird eine Frau die das vereinbaren will sowieso nur 1 - 2 Kinder bekommen, was also quantitativ schon gering ist. Die Kinder erfahren wenig Liebe von der Mutter, und werden dann selbst mal keine oder nur wenige Kinder haben wollen, weil sie das ihren eigenen Kindern nicht antun wollen. Weil sie eben eine schlechte Erfahrung damit gemacht haben.

    Das Resultat einer solchen Konstruktion ist also qualitativ wie auch quantitativ verheerend und nicht nachhaltig.
     
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  6. razzar

    razzar

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    Es braucht keine Frauenquote, es reicht durchaus wenn die Männer alles falsch machen. Frauen können diese Wirtschaft auch nicht retten, genau so wenig wie sie die Löhne und den Wohlstand für alle retten können. Die Männer können das ja auch nicht. Wer will schon freiwillig ein Quotenabzocker und Quotenlohnsenker sein?
     
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  7. vielseitig

    vielseitig Andere_Partei

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    Tja...eine zweischneidige Sache.

    Ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, welche mitunter als Quotentussi angesehen werden obwohl sie selbst solch eine Quote nie nötig gehabt hätten, um entsprechenden Job zu erreichen. So äusserte es jedenfalls mal eine Freundin bei ähnlicher Diskussion mir gegenüber.

    Dennoch bin ich per se nicht gegen die Quote, aber wenn, dann bitte auch bei der Müllabfuhr, in der Spedition und im Tagebau. Gesamtpaket statt Rosinenpicken.
     
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