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Globale Erwärmung: Wie lange noch schaut die Schweiz zu?

Dieses Thema im Forum "Umwelt- und Energiepolitik" wurde erstellt von agathon, 17. 11. 2007.

Globale Erwärmung: Wie lange noch schaut die Schweiz zu? 4.6 5 5votes
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  1. agathon

    agathon

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    Der letzte Teil des Uno-Klima-Berichts wurde vorgestellt.

    Die von internationalen Wissenschaftlern ermittelten Fakten sprechen eine klare Sprache:

    ----------------------------
    So schreibt die NZZ: (ganzer Artikel)

    "Keine Zweifel an der Erwärmung
    Der Uno-Bericht hält explizit fest, dass sich das Klimasystem unzweifelhaft erwärme. Beobachtungen zeigten auch, dass viele natürliche Systeme auf allen Kontinenten und in den meisten Ozeanen von regionalen Klimaveränderungen, insbesondere einer Erwärmung betroffen seien. Was die Rolle des Menschen angeht, sei es wahrscheinlich (das heisst zu über 66 Prozent gesichert), dass es in den letzten 50 Jahren über allen Kontinenten ausgenommen der Antarktis eine erhebliche durch den Menschen erzeugte Erwärmung gegeben habe.
    Die Temperaturerhöhung sei mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent zum grössten Teil vom Menschen durch die Emission von Treibhausgasen erzeugt. Dieser Treibhausgasausstoss sei zwischen 1970 und 2004 um 70 Prozent angestiegen.

    Die vom Menschen verursachten Einflüsse hätten zudem mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent zum Anstieg des Meeresspiegels des letzten Jahrhunderts geführt. […]
    Falls auch in Zukunft weiterhin gleich viel oder noch mehr Treibhausgase freigesetzt werden, dürften die Auswirkungen laut den Wissenschaftern im derzeitigen Jahrhundert mit grosser Wahrscheinlichkeit (über 90 Prozent) stärker sein, als jene im 20. Jahrhundert."

    ----------------------------
    Wie lange wollen wir in der Schweiz da noch zusehen? Was braucht es alles noch an Evidenz, bis auch die bürgerlichen Politiker ihre Scheuklappen abnehmen und den Tatsachen ins Gesicht schauen?

    Klar ist: Es kann so nicht weiter gehen. So lange aber die bürgerlichen Politiker glauben, dass Ökologie und Ökonomie sich ausschliessen, sehe ich ein grosses Problem auf uns zukommen.

    Kurzfristige Profite, persönliche Bereicherungen und Entscheide aufgrund sogenannter wirtschaftlicher Zwänge - sie alle gehen auf Kosten der Allgemeinheit. Das Klima und die Umwelt sind öffentliche Güter, mit denen kleine, aber mächtige Bevölkerungsgruppen ruchlos umgehen.

    Es wäre zum Beispiel ein Leichtes, kleinere Autos zu bauen, aber die bringen eben weniger Profit. Hauseigentümer und Vermieter könnten z.B. problemlos effizientere Heizungen einbauen, dafür müssten sie halt vorübergehend auf einen Teil ihrer grossen Renditen verzichten.

    Was braucht es noch alles, bis dieses kurzfristige Denken in der Schweiz aufhört?
     
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  2. quadour1

    quadour1 Guest

    Neuer Benutzer
    Das ist völliger Bullshit. Trotzdem gefällt mir dieser Bericht. Denn ich bin seit längerem in Solarenergie und Uranium investiert. Dieser Bericht wird helfen, die Werte meiner Anlagen noch mehr steigen zu lassen.

    So sehe ich das mit dem Klimawandel. Daran zu verdienen. Politisch übrigens überaus korrekt, Al Gore tut das auch!
     
    Troubadix gefällt das.
  3. seabass

    seabass Guest

    Neuer Benutzer
    Diesen Thread finde ich interessant und endlich wieder ein Thema, was wirklich von Relevanz ist. Die Rolle der Schweiz ist primär einmal völlig unbedeutend für die Erwärmung des Klimas. Egal was wir machen, es hat keinen Einfluss. Die Probleme sind in den Schwellenländer (China, Indien, Indonesien, Ägypten etc.) zu orten und in den grossen Industrienationen wie die USA. Dort findet von der Menge her gesehen das Problem statt.

    Was kann die Schweiz trotzdem tun?

    Ganz einfach, mit gutem Beispiel vorangehen und neue Technologien (CLEAN TECH) massiv forcieren. Ich habe diesbezüglich mit Gumbyman eine glaublich interessante Diskussion geführt. Ein steuerliches Anreizsystem (10 Jahre Steuerfreiheit für CLEAN TECH Firmen und Funds) parallell mit einer CO2 Lenkungsabgabe. Also quasi ein Doppeleffekt, welcher Kapital in diese Branchen bewegen müsste. Wird CLEAN TECH billiger werden diese Technologien auch Marktanteile gewinnen und bestehende Dreckproduktion ersetzen. Es muss aber finanziell interessant sein, damit eben die Industrie tatsächlich umsteigt; auch in China, USA, Indien usw. NICHT nur in der Schweiz. Das nützt dann leider nichts.

    Anbei möchte ich noch punkto Treibhauseffekt eine äusserst bedeutende Nebenerscheinung darstellen, welche immer vergessen geht:

    Im Wasser schwebende, mikroskopisch kleine Organismen, die sich nicht selbst fortbewegen können. (griech. übersetzt:
    ).

    P. sind alle Pflanzen (Phytoplankton) und Tiere (Zooplankton), die passiv im Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser treiben und höchstens das Auf- und Absteigen selber steuern können. Planktonorganismen sind meistens sehr klein. Quallen können allerdings über einem Meter Durchmesser erreichen. Trotz eigener Schwimmbewegungen kommen sie normalerweise nicht gegen Strömungen an.

    Plankton ist einerseits eine wichtige Nahrungsquelle für viele Tiere im Riff. Andererseits sind aber auch die Larven vieler Abhängig von ihrer Form, der Entfernung zur Küste und ihrer Entstehungsgeschichte können Korallenriffe verschiedenen Rifftypen zugeordnet werden:Riffe bewohnender Tiere selbst Bestandteil des Planktons.

    Das pflanzliche P. (Phyto-P.) bildet mit den Kieselalgen und Dinoflagellaten im Meer die Hauptnahrung für zahlreiche andere Wassertiere. Das Phyto-P. produziert etwa 50 Prozent des Atemsauerstoffs der Erde.

    Die durch das immer größer werdende siehe Ozonabbau
    Ozonloch (Ozonabbau) in der Stratosphäre verstärkte UV-Strahlung führt zum Absterben des Phyto-P.. Dadurch wird weniger Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 – 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid abgebaut, und der Die während des Tages einfallende Sonnenstrahlung (Globalstrahlung) wird von der Atmosphäre und vom Erdboden in Form von Wärme gespeichert und nachts als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben. Treibhauseffekt verstärkt sich.

    Dies hat zur Folge, daß sich die Atmosphäre weiter erwärmt und die Stratosphäre weiter abkühlt; Kälte fördert wiederum den In der Stratosphäre (Atmosphäre) wird unter dem Einfluß von UV-Strahlung in einer Höhe von etwa 20-50 km die sog. Ozon-Schicht gebildet, die ein lebensnotwendiges Schutzschild gegen UV-Strahlung darstellt. Ozonabbau. Dieser gegenseitig sich verstärkende Kreislauf trägt mit dazu bei, daß selbst bei sofortigem Ende aller ozonschädigenden Emissionen die Regenerierung der siehe OzonabbauOzonschicht viele Jahrzehnte dauern würde.

    Dieser Plankton ist die Lebensgrundlage für den Fisch. Der Fisch ist wiederum das WICHTIGSTE GRUNDNAHRUNGSMITTEL auf diesem Planeten. Jährlich haben wir zurzeit eine Angebotslücke von 40 Mio. Tonnen. Der Trend der Angebotslücke nimmt kontinuierlich zu. Das Resultat wird sein, dass der Fisch aussterben wird und somit eine Hungersnot ausbrechen würde, wie wir sie noch nie erlebt haben.

    Manchmal habe ich das Gefühl es ist bereits zu spät. Vielleicht braucht es das grosse Massensterben, da ein Weltkrieg nicht mehr berechenbar geführt werden kann. Die Überbevölkerung wird sich vermutlich selbst regulieren. DÜSTERE AUSSICHTEN.
     
  4. mack

    mack

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    Was braucht es noch alles, bis dieses kurzfristige Denken in der Schweiz aufhört?

    Es interessiert offenbar nicht sehr.
    In Umfragen steht die Klima und Umweltproblematik bei der Schweizer Bevölkerung zwar ganz vorne - aber eben nur auf dem Papier.
    So schnell ändert sich da nichts.
     
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  5. gumbyman

    gumbyman

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    Das ist völliger Bullshit.


    Deine Argumentation ist wie gewohnt stringent, logisch und beinhaltet eine absolut zwingende Beweisführung - will heissen: hast Du ausser Deiner völlig irrelevanten Privatmeinung auch nur den Hauch eines Belegs, dass an Deiner Behauptung was dran sein könnte?

    Fakt ist:
    - wir setzen gigantische Mengen von CO2 in kürzester Zeit frei, was rechnerisch mit dem gemessenen Anstieg der CO2-Konzentration recht gut übereinstimmt
    - wir verwandeln unvorstellbare Mengen an energiereichen, fossilen Brenn- und Treibstoffen in kürzester Zeit in Abwärme
    - die Nachfrage nach fossiler Energie wird relativ bald das Angebot übersteigen, wodurch ein beispielloser Preisschub einsetzen wird
    Über alles Weitere kann man im Prinzip diskutieren, aber nur schon diese wenigen Fakten legen nahe, dass eine baldige Abkehr vom Zeitalter der fossilen Energie ziemlich dringend ist - für die Ökonomie ebenso wie für die Ökologie.

    Wenn/falls die Schweiz (hoffentlich bald) einsieht dass sie gegenüber dem umliegenden Ausland ins Hintertreffen gerät, wird hoffentlich Energie-Effizienz und alternative Energie-Erzeugung endlich einmal nennenswert gefördert - ist schon längst überfällig.

    g.
     
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  6. ghandi

    ghandi Guest

    Neuer Benutzer
    das sich nichts ändert, wundert eigentlich nicht, man vergisst, das
    schweizer Privatleute (Firmeninhaber, inkl. Politiker) einen erheblichen Einfluss haben auf dieser Welt.
    Das ist nicht die Schweiz, das ist ihre Wirtschaft!

    z.B. Holding co. , Nestle, um nur einmal die geläufigen Firmen zu nennen.
    Es ist viel einfacher und auch besser ersichtlich, wenn wir die Rohstoffe aufzählen, bei der diese Privat-Wirtschaft erheblichen Anteil hat Weltweit.

    Zement, Lebensmittel, Strom, Aluminium, etc.
    und auch den Handel mit etlichen Dingen.

    Es wäre nicht das erste mal, das eine Firma mit wegzug droht.
    z.B. Sulzer (Sulzer ist nicht tot, sie ist nur ins Ausland gegangen, ein Jeder sieht heute noch was Sulzer in der Schweiz einmal war)

    Also hegt keine Hoffnung in unsere Regierung, denn sie sitze da im Verwaltungsrat.
     
  7. seabass

    seabass Guest

    Neuer Benutzer
    @ganhdi
    Es wäre nicht das erste mal, das eine Firma mit wegzug droht.
    z.B. Sulzer (Sulzer ist nicht tot, sie ist nur ins Ausland gegangen, ein Jeder sieht heute noch was Sulzer in der Schweiz einmal war)


    Ich verstehe nicht was du sagen willst. Sulzer ist in der Schweiz und ein sehr wichtiger Arbeitgeber.
     

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