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FDP- Ist das ein Aufschwung?

Dieses Thema im Forum "Parteien / Politiker / Organisationen" wurde erstellt von uelvp, 14. 02. 2016.

FDP- Ist das ein Aufschwung? 4 5 5votes
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  1. uelvp

    uelvp

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    Die FDP konnte bei den Schweizer Parlamentswahlen ihr Ergebnis steigern, und das, obwohl die andere Partei rechts der Mitte ihr Ergebnis ebenfalls erhöht hatte. Wie steht ihr zu FDP? Sie scheint eine Partei zu sein, die die Unabhängigkeit der Schweiz bewahren möchte ohne dabei die teilweise extremen Töne der SVP haben.
     
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  2. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Willkommen beim 200sten "Liebe SVPler, die FDP ist doch eigentlich einfach eine SVP in ein bisschen besser"-Thread von uelvp ;)

    Meine Meinung ist freilich immer noch die selbe: Beide Vereine sind katastrophal.

    Beide betreiben eine Politik, deren primäres Ziel es ist, die (vor allem finanzielle) Lage einer kleinen Elite zu verbessern -auf Kosten der Allgemeinheit und ohne Rücksicht auf die Umwelt. (Also mit anderen Worten: auch auf Kosten der Zukunft bzw. der Lebensgrundlagen der zukünftigen Menschheit.)

    Der Unterschied liegt darin, wie die beiden Parteien versuchen, das Wahlvolk von ihrer Sache zu überzeugen. (Denn in einer Demokratie haben solche Parteien ja das Problem, dass sie einen Teil der Mehrheit welche sie benachteiligen davon überzeugt werden muss, für die eigene Benachteiligung zu stimmen [oder, auch nicht unwichtig: wenigstens gar nicht stimmen zu gehen].) Die FDP fährt hier einen pseudowissenschaftlichen Ansatz, d.h. sie setzt vorgeblich auf das theoretische Fundament des Wirtschaftsliberalismus und versucht damit zu begründen, wieso ihre Politik richtig ist. Sie richtet sich also, zumindest teilweise, an Menschen, die zumindest irgend eine Begründung nachvollziehen können wollen.
    Die SVP hingegen schert sich keinen Deut um irgendwelche theoretischen Fundamente, denn sie hat zwar das selbe Ziel wie die FDP, sucht sich zur Erreichung dieses Ziels aber eine andere Klientel aus. Eine Klientel, die sich unter einem "theoretischen Fundament" rein gar nichts vorstellen kann, die dafür aber sehr empfänglich für Demagogen ist, die auf ihre primitiven Instinkte und Ängste anspielt. Die SVP streitet also nicht mit anderen Parteien darum, wer nun bei komplexen Sachverhalten recht hat und wer nicht, sondern sie erschlisst sich von Anfang an einen Pool von Wählern die von komplexen Sachverhalten sowieso nichts wissen wollen, die dafür aber jedesmal brav nicken und abstimmen, wenn man ihnen sagt: Feindbild XY (in der Regel Ausländer) ist schuld, wir machen jetzt etwas gegen XY!
    (Das hat ja z.B. in den Kommentarbereichen der Online-Zeitungen schon derart absurde Ausmasse angenommen, dass man inzwischen bei jedem Thema faktisch identische SVP-Parolen drunter stehen hat. Siamesiesche Zwillinge getrennt? Masseineinwanderung schuld! Roger Federer verliert Grand-Slam Finale? Mit der Durchsetzungsinitiative wär das nicht passiert! Bauernhof brennt wegen falsch montierter Belüftungsanlage ab? Der Elektromonteur war sicher nur wegen des ganzen Dichtestress unkonzentriert.)
     
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  3. razzar

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    Man ist gespannt auf die Aufzählung, von was genau die Schweiz noch unabhängig sein soll. Die Wirtschaft der Schweiz ist abhängig von der konkurrenzierenden Weltwirtschaft und von mit Sanktionen-Damoklesschwert schwingenden Mächten, die Bürger sind abhängig von Arbeitgeber und haben keine Wahl als für die Abhängigkeit der Wirtschaft und deren Gewinne zu bürgen usw. Also die Freiheit unabhängig sein zu können gibt es gar nicht weil diese Wirtschaft über die Gesellschaft gestellt ist, und wenn die FDP etwas anderes erzählt, dann scheint sie zu lügen.
     
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  4. uelvp

    uelvp

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    Damit sagst du, dass zwei Parteien, die bei den Parlamentswahlen 2015 zusammen fast eine absolute Mehrheit haben, sich nur um einen kleinen Teil der Bevölkerung kümmern. Die FDP hatte auch einen grossen Teil dazu beigetragen, dass die Schweiz sich in den letzen Jahrzehnten wirtschaftlich so gut entwickelt hat. Dass die SVP manchmal populistisch ist stimmt natürlich. Die FDP bietet an der Stelle vernünftige Lösungen, die auch Hand und Fuss haben. Und dass die Partei wirtschaftsliberal ist, ist das Gutes, auch deshalb hat sich die Schweiz so gut entwickelt.
     
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  5. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Richtig.


    Eine wirtschaftsliberale Politik ist natürlich nicht per se etwas schlechtes. Wenn man den Wirtschaftsliberalismus beispielsweise mit dem Fedualismus vergleicht, gegen den er einst antrat, weist er bestechende Vorzüge auf - und so hat er sich ja auch grossflächig durchgesetzt. Aber man kann es unter dem Namen "Wirtschaftsliberalismus" auch massiv übertreiben, sodass das System letztlich in eine Art Neofeudalismus umschlägt. Nämlich dann, wenn man so "liberal" ist, dass man keine Schranken mehr zulässt, die die neuen Finanz-Mächtigen davon abhalten könnten, sich ähnlich umfassend über die neuen Hörigen zu stellen, wie es die Adels-Mächtigen einst taten. Nur dass die neuen Feudalherren sich nicht mehr auf ihr göttsliches Geburtsrecht berufen, sondern auf ihre angeblich überragende Tüchtigkeit. (Tatsächlich hat es ja auch heute noch viel mit 'Geburtsrecht' zu tun, denn die Erhebungen zeigen, dass die meisten "Reichen & Erfolgreichen" bereits reich geboren wurden, reich geerbt haben und ihre Ausbildung frei von materiellen Zwängen absolvieren konnten. In Film & Fernsehen sieht man natürlich immer nur die Minderheit, denn man liebt ja die "Tellerwäscher"-Stories. Statistisch gesehen stellen diese aber die Ausnahme dar.)

    Und die von unseren Rechtsbürgerlichen heutzutage vertretene "liberale" Politik (welche ja bezeichnenderweise primär dann liberal ist, wenn es um die Freiheit zum schamlosen Abzocken geht, nicht jedoch wenn es um andere Freiheiten geht) hat meines Erachtens schon deutliche Tendenzen in Richtung des oben beschriebenen Szanrios. Dazu kommt, dass die heutigen "Liberalen" es weitestgehend verpasst haben, die Implikationen des Ressourcenverbrauches und der Umweltschäden in ihre Überlegungen einzubeziehen. Ihre "Freiheit" wird dadurch auch zur "Freiheit, die Lebensgrundlagen der zukünftigen Generationen zu vernichten" - und das ist womöglich das gefärhlichste an dem ganzen Zirkus, der heute noch unter dem Deckmäntelchen des Liberalismus aufgeführt wird.
     
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  6. Ginestra

    Ginestra Parteilos

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    Die neofeudalistischen Finanzfaschisten muss man kenntlich machen! Sie verstecken sich gerne hinter Schlagwörtern wie Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt!
     
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  7. uelvp

    uelvp

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    Da schreibst du negativ über den Wirtschaftsliberalismus. Nur weil man Unternehmen einige Freiheiten gibt heisst das nicht, dass sie die ganze Macht über die Schweiz haben. Die Schweiz ist ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Land, und da haben viele was davon. Was hat denn die FDP deiner Meinung nach gemacht, was verkehrt war?
     
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