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Fast jeder zweite Student an der ETH ist ein Ausländer

Dieses Thema im Forum "Bildungspolitik" wurde erstellt von Ramon, 6. 05. 2018.

  1. Ramon

    Ramon SVP

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    Frage / Anliegen:

    Eure Meinung zum hohen Ausländeranteil an den Schweizer Unis

    Heute bin ich im Blick auf folgende Schlagzeile gestossen:

    "International statt eidgenössisch: Neun von 20 ETH-Absolventen haben keinen Schweizer Pass. Lohnen sich die Bundesmilliarden an die ETH, wenn fast die Hälfte der Nutzniesser Ausländer sind?"
    Quelle: https://www.blick.ch/news/schweiz/z...st-auslaender-aus-eth-wird-ith-id8344458.html

    Ich bin selbst Student an einer Schweizer Universität und habe die Beobachtung, dass immer mehr Studenten aus dem Ausland sind (und damit meine ich keine Studenten mit Migrationshintergrund) und ihr Studium aufgrund der tiefen Kosten, wie auch des hohen Ansehens an Schweizer Universitäten durchführen.

    Grundsätzlich bin ich ein Befürworter des internationalen Austausches von Bildungseinrichtungen. So finde ich Austauschsemester eine hervorragende Sache für unsere Studenten, die im Ausland von diesem Angebot profitieren können, als auch für Gaststudenten aus dem Ausland, mit denen man sich austauschen kann. In dem angesprochenen Artikel geht es allerdings nicht um Austauschstudenten, die nur für ein oder zwei Semester herkommen und damit auch einem Schweizer ein Auslandsstudium ermöglicht, sondern um Leute, die ihr ganzes Studium in der Schweiz absolvieren und von den tiefen Studiengebühren, die durch unsere Steuergelder subventiert werden, profitieren.

    Die Entschuldigung von Gian-Andri Casutt, die meisten dieser Studenten würden danach doch in der Schweiz arbeiten, lasse ich ebenfalls nicht gelten. Schliesslich ist der Konkurrenzkampf für einheimische Studenten auf dem Arbeitsmarkt schon so gross genug, ohne die Personenfreizügigkeit und ausländische Studenten zu berücksichtigen. Ich bin klar der Meinung, dass das Schweizer Bildungsangebot in erster Priorität den Schweizer Studenten zu Gute kommen soll. Sind dann noch Kapazitäten vorhanden, kann man bis zu einem gewissen Prozentsatz auch noch ausländische Studenten gegen eine höhere Gebühr (denn deren Eltern zahlen sicher keine Steuern in der Schweiz) aufnehmen. Knapp 50% sind in meinen Augen allerdings zu viel. Und das diese noch so tiefe Gebühren zahlen müssen und trotzdem von unserem sehr guten Bildungsangebot profitieren können, finde ich eine Frechheit.

    Wie denkt ihr darüber? Findet ihr die aktuelle Situation gut und vorteilhaft für die Schweiz und unseren Bildungsstandort? Oder soll hier eine bessere Reglementierung für ausländische Studenten her?
     
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  2. razzar

    razzar

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    Menschen erhalten das was sie verdienen, weil sie ihre Regierung in einer Demokratie selber gewählt haben. Du kannst vielleicht Hilfe bei rechter Politik suchen, aber wir sind eine Vorzeigedemokratie und haben das so gewählt. Falls man sich wegen Ausländer der Demokratie beraubt fühlen sollte, dann viel Spass mit der Zukunft.
     
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  3. SHANGHAI

    SHANGHAI

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    Die Reglementierung wäre einfach. Hohe Kostenbeiträge für ausländische Studenten. So kann man den Prozess über Geld steuern.
     
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  4. Ramon

    Ramon SVP

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    Diese Art der Resignation finde ich etwas schwach. Zumal es kein Ding der Unmöglichkeit wäre, hier Einfluss zu nehmen und politischen Druck aufzubauen. ;)

    Zumindest teilweise. Allerdings soll es ja auch nicht das Ziel sein, dass die knapp 50% ausländischer Studenten durch knapp 50% ausländischer Studenten mit vermögenden Eltern ersetzt werden sollte. Auch mit höheren Gebühren, wird man über eine sinnvolle Quote, die sich an den Interessen einheimischer Studenten orientiert, nicht hinwegkommen.
     
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  5. razzar

    razzar

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    Es geht doch um Geld. Wenn du weniger Studenten haben möchtest, in der Annahme dass deswegen nicht mehr Schweizer studieren, dann müssen wir womöglich noch per Steuerabgaben die entstandenen Löcher subventionieren. Zudem würde man so oder so ausländische Arbeiter anstellen, ob sie nun ihr Geld in schweizer Bildung investierten oder in ausländische. Wie heisst es so schön? Man sollte nicht gegen die vorgehen die die Futtertröge füllen? Ein sehr beliebtes Sätzchen unter rechten Brüder.
     
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  6. Ramon

    Ramon SVP

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    Das habe ich überhaupt nicht behauptet. Aber faktisch wird die ETH und andere Universitäten / Fachhochschulen vom Schweizer Steuerzahler bezahlt. Als Student zahlt man mit seinen Studiengebühren einen sehr kleinen Teil der effektiven Kosten, die ein Studienplatz mit sich bringt. Der Rest wird subventiert. Das ist aber auch völlig richtig und wichtig so. Schliesslich profitiert das Land davon, wenn durch die Investitionen qualifiziertes Personal ausgebildet wird, das dem Land nützt und wieder Steuern einzahlt.

    Ich möchte nicht "weniger" Studenten. Ich möchte weniger "ausländische" Studenten. Und damit meine ich jene Studenten, deren Eltern hier keine Steuern zahlen und daher auch überhaupt kein Anrecht auf ein subventiertiertes Studium haben sollten. Denn die Situation für einen Studienabgänger ist, dass er sich auf dem Arbeitsmarkt nicht nur gegen seine Schweizer Mitbewerber behaupten muss. Er wird auch noch durch die Personenfreizügigkeit von Arbeitnehmenden aus dem EU Raum konkurrenziert und eben jene ausländische Studenten, die von unserem Bildungsangebot profitiert haben.

    Um es auf einen einfachen Satz zu brechen: Ich möchte auch einen Inländervorrang an Schweizer Unis!
     
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    Ramon, 6. 05. 2018
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    #6
  7. razzar

    razzar

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    Dürfen denn heute Schweizer nicht an die Uni weil Ausländer die Plätze besetzen? Das wäre natürlich nicht fair.
     
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