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Drogen legalisieren

Dieses Thema im Forum "Vorsorge- und Gesundheitspolitik" wurde erstellt von oshivan, 26. 09. 2016.

  1. oshivan

    oshivan FDP

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    Hallo zusammen


    Ich bin neu hier und möchte meine Ideen mit euch teilen.


    Zu meiner Person:


    Ich sehe mich als Bürgerlich Liberal.


    In meiner Jugend war ich immer gegen Drogen, da diese ja einem das Leben zerstören können und gefährlich sind. Das Drogen Illegal sind, war für mich Selbstverständlich. Nachdem ich dann aber 16 bzw. 18 wurde ging ich oft in den Ausgang (1x Woche) und habe wie so jeder in meinem Alter mich dem Alkohol bedient da es ja eine weiche harmlose Droge war. Jedes Mal wenn ich weg ging habe ich so ca. umgerechnet 3 - 4 dl Schnaps(40%) getrunken. Ich fand das eigentlich ziemlich Okay. Später wurde ich per Zufall auf die Doku "Drogen ABC" aufmerksam.


    http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/das-drogen-abc-die-top-20-der-drogen-doku


    Mir wurde klar dass das Harmlose Genussmittel nicht so weich war wie ich es gerne gehabt hätte und ich begann den Konsum langsam zu senken. Heute nach ca. 10 Jahren trinke ich noch so ca. 3 Bier pro Monat, also ziemlich Harmlos. Rückwirkend betrachtet war mein Konsum ziemlich Riskant. Ich war zwar nie Alkoholiker oder Abhängig. Es war aber mit Sicherheit Riskant. Vielleicht hat mir die Doku das Leben gerettet :)


    Das Thema Drogen hat mich nach dieser Doku sehr interessiert. Ich habe zwar nie Illegale Drogen konsumiert aber ich habe sehr viele Dokus über Drogen und Drogenpolitik von den verschiedenen Ländern geschaut. Je mehr ich mich informiert habe desto Sinnloser kam mir der ganze "War on Drugs" vor. Im Grunde verschwenden wir Geld um Menschen die sich ohnehin schon schädigen noch mehr zu schädigen und dann das Geld den Drogenkartellen zu sponsern.


    Nun zu meiner Idee:


    Was wäre wenn man alle Drogen legalisieren würde und das Geld anstelle von Repression in Prävention und Therapie setzt?


    Jeder der Drogen mit geringerem Risiko (Zauberpilze, LSD, Ecstasy, Hanf, etc)nehmen will und älter als 18 ist soll das machen können, er soll aber vorher einen "Drogen - Führerschein" machen. In diesem wird er auf die verschiedenen Risiken aufmerksam gemacht. Weiter soll ihm die Konsequenzen erklärt werden wenn er diese an andere (insbesondere Minderjährige) verkauft und es wird ihm erklärt wie er die Droge als "Saver Use" nehmen kann.

    Nachdem er den Drogen Ausweis der jeweiligen Droge besitzt kann er die Drogen legal kaufen (z.b. staatliches Monopol). Der Besitz von Drogen die auf dem Schwarzmarkt gekauft wurden oder Drogen ohne Drogen-Führerschein wären weiter Illegal.


    Härtere Drogen wie Heroin, Kokain, Meth Amphetamin sollen auch legalisiert werden, allerdings in einer sehr eingeschränkten Form.

    Wer nachweisen kann das er bereits Konsument dieser Droge ist kann (falls die Person nicht überredet werden konnte damit aufzuhören oder eine Therapie zu machen) dies in einem Konsum-Raum kaufen und muss dies dort auch konsumieren. Der Besitz dieser Droge ist außerhalb des Konsum-Raumes weiter Strafbar.


    Alkohol und Tabak kann man weiterhin ohne Drogen-Führerschein kaufen.


    Die Prävention soll vor allem in Schulen stattfinden und es soll auf die verschieden Risiken der einzelnen Drogen hingewiesen werden. Alkohol und Tabak sollen dabei genau gleich wie andere Drogen behandelt werden. Die Risiken der einzelnen Drogen sollen auch im Verhältnis zu einander betrachtet werden. Weiter sollen auch die Risiken der verschiedenen Konsumformen betrachtet werden (Bei Alkohol z.b.: Komma saufen, Trinken beim Feiern, Regelmäßiges Trinken bei Depression).


    Ich sehe folgende Vorteile:

    - Hohe Steuereinnahmen beim Verkauf von Drogen

    - Schwarzmarkt wird beschädigt oder zerschlagen

    - Drogen Konsumenten werden gezwungen sich mit den Risiken zu befassen

    - Drogen Konsumenten werden geschult wie Sie die Risiken so klein wie möglich halten können.

    - Drogen sind weniger Gefährlich (Illegale Drogen sind immer gefährlicher wenn Sie Illegal sind, da Sie meistens mit noch schädlicheren Streckmitteln gestreckt sind)

    - Vermeidung von Überdosis (Auf dem Schwarzmarkt können Drogen nur schlecht dosiert werden und es kommt öfter zu einer tödlichen Überdosis)

    - nicht Konsumenten kommen nicht so schnell in Kontakt mit harten Drogen (Harte Drogen werden in Konsum - Räumen konsumiert)

    - Wahrung der Neutralität (Das Geld wird nicht länger Südamerikanischen Drogenkartellen gesponsert die so nicht mehr ihre Drogenkriege finanzieren können, zumindest Teilweise)

    - Eindämmung von Korruption

    - Entlastung von Polizei und Justiz

    - Entlastung von Gefängnissen

    - legale Drogen wie Alkohol oder Tabak werden nicht weiter verharmlost.

    - Konsumenten werden nicht mehr auf gefährliche legal highs ausweichen.

    - Konsumenten werden nicht länger Kriminalisiert.


    Fazit:


    Der Mensch hat schon immer Drogen genommen und wird es auch immer machen. Das Verbot von Drogen hindert die Konsumenten nicht. Entweder es ist Ihnen egal und Sie machen es einfach oder Sie nehmen die Volksdroge Alkohol. Ich kenne kein Mensch der noch nie Drogen genommen hat (Meistens Alkohol und Tabak).

    Wir haben derzeit Weltweit eine Scheinheilige Drogenpolitik. Während Drogen wie Alkohol durch Werbung verharmlost werden, werden andere wie z.B. Ecstasy zur Todes-Droge erklärt. Obwohl Alkohol und Tabak um ein Vielfaches tödlicher ist. Beispiel Deutschland.

    Tabak: 110 000 Tote pro Jahr

    Alkohol: 70 000 Tote pro Jahr

    Ecstasy: 10 Tote pro Jahr


    Mir ist es egal wenn ein Drogendealer hinter Gitter wandert. Er ist ja selber schuld. Allerdings ändert es absolut gar nichts an der Situation. Kein einziger Junkie wird dadurch Clean und 5 min später steht schon der nächste Dealer an der gleichen Ecke. Außerdem werden nur die kleinen Fische gefasst. Die großen Dealer werden dabei oft nicht erwischt.

    Nach 40 Jahren Drogenkrieg sind Drogen billiger als je zuvor und der Schwarzmarkt tanzt uns auf der Nase rum. Die einzigen die von der jetzigen Drogenpolitik profitieren ist die Drogen-Mafia und die Alkohol/Tabak-Lobby.


    Ich halte es auch für einen ziemlichen Schwachsinn wenn in der Prävention die Risiken als viel zu Über trieben dargestellt werden. Die Gefahren der verschiedenen Drogen sollen ungeschönt vermittelt werden. Eine Übertreibung führt nur dazu, dass andere Drogen verharmlost werden oder die Komplette Prävention nicht mehr glaubwürdig wird.


    Die Legalen Drogen wurden komplett willkürlich ausgewählt. Die Drogen Alkohol und Tabak wurden aufgrund Ihrer Kulturellen Verwurzelungen als Legal bestimmt und nicht wegen Ihrem Risiko. Die meisten illegalen Drogen sind weniger Gefährlich als Alkohol.


    Was meint Ihr dazu?
     
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  2. razzar

    razzar

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    Wir wissen, dass nicht einmal die Todesstrafe die Menschen davon abhält Drogen an jenen Orten zu konsumieren, die sie selber dafür auswählen. Das Verbot des Konsums ausserhalb dieses Konsum-Raumes scheint mir nicht möglich zu sein. Aber man kann es ja versuchen mit noch mehr teuren Polizeieinsätzen, noch mehr teuren Gefängnisplätzen und noch mehr Schwarzmarkt.
    Den Menschen ist egal wie viele Menschen dabei sterben. Sonst würden sie nicht Krieg führen oder Menschen verhungern lassen.
    Genau, und das wird nicht anders mit "Konsum-Räumen".
    Es gab mal eine Zeit an einem Ort, wo der Alkohol verboten wurde. Daraus wuchs die Alkohol-Mafia. Also je mehr man verbietet (auch mit Konsum-Räumen "tyrannisiert"), umso mehr wächst die Mafia und wird immer mächtiger, so dass keine Polizei der Welt etwas ausrichten kann (kann sie jetzt schon nicht und konnte sie nie).

    Wenn schon, dann sollte man alles legalisieren und nichts einschränken. Die die sterben dabei sterben halt, und alle anderen haben das Mass im Griff. So gibt es weniger Mafia, aber mit allen Versuchen von Einschränkungen wird man nur mehr Mafia produzieren. Wenn man dann noch die Todesstrafe (oder sonst brutal vorgehen will) androht, wird Krieg ausbrechen weil das Spiel dann Leben vs. Leben heisst. Mann muss die Polizei auslöschen, damit man nicht selber ausgelöscht wird.
    Einschränkungen sind der falsche Weg. Je mehr man dagegen ankämpft, umso grösser und mächtiger wird die Mafia und umso blutiger wird der endlose Kampf (siehe Mexiko).
     
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  3. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Die Leute wollen keine eingeschränkten Weichspüler, sondern Exzesse in reinster Form. Insofern bringt diese staatliche Regulierung nichts.

    C.
     
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  4. oshivan

    oshivan FDP

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    Mir ist das bewusst, dass es bei Härteren Drogen immer noch einen großen Schwarzmarkt geben würde. Allerdings wäre es mal ein Anfang. Es wäre mal besser als jetzt. Jeder Franken der dem Schwarzmarkt entzogen wird ist ein Fortschritt.

    Verstehe ich nicht. Die Leute können ja genau gleich Exzesse machen? Wie meinst du das?
     
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  5. andy_

    andy_ Parteilos

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    Ich bin voll und ganz für eine vollständige Legalisierung von Drogen.
    Fakt ist, es würde sehr viele Vorteile bieten, für das Volk, die Wirtschaft und den Staat.
    Wenn es zu einer Legalisierung kommt, dann jedoch meiner Meinung nach nur eine die ein Schwarzmarkt verhindert bzw. unrentabel macht.
    Ich wünschte mir ein Verkauf in Apotheken oder neu geschaffenen Verkaufsstellen wo jeder Kauf via ID Zentral registriert wird. Die Verkauften Substanzen sollten wenn möglich auch ein z.B. auf
    Nanopartikel basierten Marker beinhalten. Denn es darf die Anzahl Menschen die die Substanzen dann anderen bewusst oder unbewusst verabreichen nicht unterschätzt werden.
    Dies geschieht auch jetzt, zB. GHB, GBL, mit dem Vorgeschlagenen System währe es wesentlich leichter die Verantwortlichen Personen zu finden.
    Ich denke alles in allem kann das Volk davon nur durch eine gross angelegte Werbekampagne überzeugt werden, solange einzelne mit dem Verbot noch Reicher werden, wird immer mehr Geld in eine Verbots als eine Legalisierungskampagne gesteckt werden. Diese Gegenkampagne werden/wurden immer unter dem Deckmantel der Prävention und des Schutzes verkauft, was jedoch kompletter blödsin ist.
    Auf der anderen Seite muss ich gestehen, es gibt Menschen die kommen schon ohne Drogen kaum durchs Leben, mit ist eine nochmals grössere Herausforderung.
    Schlussendlich liegt es in der Eigenverantwortung was, wieviel und wie oft Konsumiert wird, bei Leuten die das nicht können würde ein Zentrales Register eine schnelle Intervention ermöglichen.
    Denn für ein übermässigen Konsum gibt es immer einen Grund.
     
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  6. razzar

    razzar

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    Das nützt nichts. Der Schwarzmarkt weiss genau, dass sich z.B. Autofahrer niemals registrieren lassen würden, weil ihnen sehr gut möglich früher oder später der Ausweis entzogen wird wegen der Registrierung als "Drogenabhängige", oder Flughafenangestellte oder sonstig unter speziell gesicherten Umständen Arbeitende die nachher sehr ungeschickt auf einer Liste von Drogenkonsumenten stehen. Die Konsumenten wären zudem markiert auch wenn es nur digital ist, und wir wissen ja was es heisst eine Gruppe Menschen zu markieren und von der Gesellschaft zu separieren. Das macht niemand mit. Der Schwarzmarkt würde deswegen genau gleich blühen.

    Entweder einfach ohne Einschränkungen und ohne Registrierungen total legalisieren, was den Schwarzmarkt wirklich beseitigen kann aber auch z.T. exzessmässig ausarten könnte, oder dann so wie jetzt etwas zwischendurch wo die Drogenszene nicht grad im Krieg ausartet und friedlich bleibt weil es in gewissem Masse tolleriert wird obwohl es niemand (demokratisch) legalisieren will um den Schwarzmarkt zu verhindern.
     
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  7. andy_

    andy_ Parteilos

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    Im Prinzip stimme ich zu, ich möchte nur kurz meine Überlegungen dazu erläutern.
    Ich bin von einer Legalisierung ausgegangen, daher gleich wie Tabak, Alkohol, Absinth, Diphenhydramin uvm.
    Ich hätte noch von keinem Autofahrer oder sonstwie Angestellten gehört, dass Sie durch den Kauf von Alkohol und Registrierung z.B. durch Coop Supercard Nachteile erfahren hätten.
    Sie haben natürlich Recht, es gibt durch ein Zentrales Register ein Missbrauchs potenzial, vielleicht währe es besser das ganze ohne jegliche Beschränkungen zu ermöglichen.
    Ich hatte mir nur überlegt wie bei Krimineller Verwendung die Herkunft schneller bestimmt werden kann.
    Währe jedoch wie mit dem neuen NDB Gesetzt, helfen könnte es nur bei ungebildeten Leuten, bei diesem im Bereich IT,co, bei den Drogen im Bereich Chemie.
     
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