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Die AHV geht vor die Hunde

Dieses Thema im Forum "Sozial- und Familienpolitik" wurde erstellt von tapir, 27. 03. 2015.

Die AHV geht vor die Hunde 4.5 5 4votes
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  1. tapir

    tapir Parteilos

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  2. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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  3. Beat

    Beat Parteilos

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    Ach Tapir, hast Du noch nicht davon gehört, dass diese Milchbüchleinrechnung nicht aufgeht?

    Ein Jahrgang Arbeitnehmer enthält ça 50'000 Werktätige. Wenn man nun 2 Jahrgänge zu den bestehenden hinzufügte, benötigten wir dafür ça 100'000 zusätzliche Arbeitsplätze. Da wir aber bereits ça 200'000 zuwenig haben, erhöhte sich die Arbeitslosenzahl um diese 100'000, d.h. zusätzliche Belastung für die ALV. Mit anderen Worten, es würden nur die Kosten auf ALV und Sozialhilfe abgeschoben, die wir ja auch finanziern müssen.
     
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  4. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Es gibt auch gegenteile Belege:

    Für die Wirtschaftsverbände wiederum steht sowieso ausser Zweifel, dass es hierzulande in Zukunft mehr als genug Arbeit geben wird. Zum einen gehen im Zeitraum von 2020 bis 2030 die geburtenstarken Babyboom-Jahrgänge in Pension, womit den Unternehmen in kurzer Zeit zahlreiche Arbeitskräfte abhanden kommen. Zum anderen verlangt das Volk eine Begrenzung der Einwanderung. Folglich droht eher ein Mangel an Arbeitskräften als an Arbeitsstellen. Der Arbeitgeberverband hat deshalb kürzlich das Programm «Arbeitsmarkt 45 plus» lanciert: Verbände, Unternehmen und Behörden wollen gemeinsam die Beschäftigung älterer Personen fördern. Es soll unter anderem darum gehen, aufzuzeigen, wie Firmen ältere Angestellte mit Weiterbildungen oder attraktiveren Teilzeitangeboten an Bord halten können.
    http://www.bernerzeitung.ch/schweiz...-Schweiz-umsetzbar-waere/story/31201602?track

    Der Artikel beschreibt es gut: Die Bildung ist entscheidend, nicht das Alter. Ganz davon abgesehen müsste man auch bei gewissen Berufsgruppen unterscheiden. Schon klar, dass es keinen Sinn macht, dass Bauarbeiter länger arbeiten sollten, die landen dann nur in der IV. Aber in vielen Dienstleistungsbranchen und vor allem in Kader- und Managementfunktionen sicher kein Problem, eher vorteilhaft.

    C.
     
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    Commodore, 27. 03. 2015
    Last edited by Commodore; at 27. 03. 2015
    #4
  5. tapir

    tapir Parteilos

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    Doch, nur teile ich diese Ansicht nicht. @Commodore hat die wesentlichen Punke bereits erwähnt. Ich gehe deswegen ganz kurz etwas in die Tiefe. Diese Grafik

    [​IMG]

    zeigt gut auf, wieso es eben keine Milchbüchlirechnung ist: Seit 2005 wurden in diesem Land 400'000 Stellen zusätzlich geschaffen. Die 100'000 zusätzlichen Stellen, die du ansprichst (die Zahl scheint mir vernünftig), wären in wenigen Jahren geschaffen. Wichtige Voraussetzungen dafür sind (wie bereits oben dargelegt):
    • Inländervorrang, tiefere Einwanderung
    • Attraktiver Standort (tiefe Steuern, gute Infra etc.)
    • Gute Möglichkeiten für LLL (Lebenslanges Lernen)
    • Teilzeit ("warmer Entzug" von der Erwerbsarbeit für Menschen zw. 65 und 75)
    Ich glaube, dass auch und insbesondere @Beat nichts dagegen hat, wenn Menschen dieses Alters nicht zwangsweise aus dem Arbeitsprozess ausscheiden müssen - und ihre Erfahrungen länger erhalten bleiben und genutzt werden. Ich finde, dies ist ein sozialpolitisches Ziel, das verfolgt werden kann und soll.
     
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  6. tapir

    tapir Parteilos

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    Übrigens: Wenn durch eine Rentenaltererhöhung tatsächlich jährlich 100'000 Leute weniger AHV kriegen würden, dann würden dem Pot ca. 2.5 Milliarden pro Jahr weniger entnommen - zusätzlich stiegen die Beiträge dadurch, dass die Leute länger einzahlten - darüber hinaus würde ein Rentenalter 67 für die Frauen eine Anhebung von 3 Jahren bedeuten.

    Item, rechnen wir mit 3 Milliarden Einsparung pro Jahr, heisst das, dass die AHV 2025 (in 10 Jahren!!) trotz Rentenaltererhöhung wieder vor einem Loch stehen würde. Und was kommt dann?

    Mich dünkt irgendwie, die Linken fahren eine fatale Kopf-in-den-Sand "Strategie"...
     
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  7. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Ein weiteres Problem ist zusätzlich, dass diese Erhöhung letztlich ohnehin in einer Volksabstimmung mündet. Und da gehen erfahrungsgemäss eben genau die fleissig abstimmen, welche bald die Pensionierung erwarten. Junge Leute sind abstimmungsfaul. Und dies könnte genau bei diesem Thema fatal sein, weil jeder nur an seinen kurzfristigen Vorteil denkt. Insofern hat ohnehin nur eine pragmatische und ausgewogene Lösung eine Chance. Die Flexibilisierung und Teilzeitlösungen (quasi ein soft landing ab dem 65. Jahr) scheint mir interessant.

    C.
     
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    Commodore, 27. 03. 2015
    Last edited by Commodore; at 27. 03. 2015
    #7

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