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Corrupt Clinton Clan?

Dieses Thema im Forum "Politik weltweit" wurde erstellt von tapir, 24. 07. 2016.

Corrupt Clinton Clan? 5 5 4votes
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  1. tapir

    tapir Parteilos

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    Die Clintons haben sich ja schon einige Skandale angehängt - und irgendwie kamen sie immer durch. Spontan kommen mir da etwa Whitewater, Lewinsky, Syrien oder Libyen (Benghazi) in den Sinn.

    Die Verfilmung des Enthüllungsbuchs "Clinton Cash" gibt dem Ganzen nun den vernichtenden Rest.

    Zum Inhalt: Die Clintons sind gemäss Film in etwa so korrupt wie ein afrikanischer Potentaten-Clan. Die exorbitanten Bezüge für Reden von Bill hatten beipielsweise häufig nur zum Ziel, die Clintons für politische Gefälligkeiten und Begünstigungen zu entlöhnen. Und was über die Clinton Foundation so alles lief und wieviele Menschen darunter zu leiden hatten.. Wow.

    Ob die Fakten im Film stimmen, kann ich nicht sagen. Klar ist: Waren die Clintons am Ende seiner Präsidentschaft nicht gerade auf Rosen gebettet, sitzen sie heute auf 3-stelligen Millionenbeträgen. Geld, dass Bill allein mit seinen Reden "erwirtschaftet" hat. Not.



    Mehr hier: http://www.politico.com/story/2016/06/trump-clinton-foundation-scandals-attacks-224178

    Ach ja, und dann natürlich vorgestern noch #DNCLeaks / #DNCLeak:

    https://wikileaks.org/dnc-emails/
    https://www.reddit.com/r/DNCleaks/

    Ich frage mich echt, wie man noch für diese Frau einstehen kann.
     
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    tapir, 24. 07. 2016
    Last edited by tapir; at 24. 07. 2016
    #1
    Commodore gefällt das.
  2. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Sehr guter Beitrag, welcher schon längst überfällig ist. Den Leuten müssen die Augen geöffnet werden.
    Die Hasskampagne, welche gegen Trump läuft, ist vor allem deshalb, damit man diese Clinton's nicht genauer durchleuchtet und endlich einmal hinterfragt.
    Trump ist unbestritten ein Trumpeltier, wobei seine politische Einstellung und seine Persönlichkeit weiss Gott nicht so dramatisch ist, wie von den Medien mantramäßig dargestellt, respektive gehetzt wird.

    Grundsätzlich wäre ich ja der Meinung, dass Bill Clinton kein schlechter Präsident war. Immerhin hat er das Handelsdefizit einigermaßen wieder ins Lot gebracht und hat auch nicht diese Cowboy Mentalität an den Tag gelegt, welche letztlich für viele Kriege verantwortlich ist. Der größte Fehler von Clinton allerdings hat heute noch seine Auswirkungen:

    Per Gesetz befreite US-Präsident Bill Clinton die US-Banken von ihren lästigen Regulierungsfesseln. Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass die Deregulierung eine der Kernursachen der Finanzkrise ist. Sie hat die US-Immobilienblase und die folgende Weltrezession erst möglich gemacht haben.
    http://www.handelsblatt.com/politik...ierung-die-selbst-gemachte-krise/3765676.html

    Das danach Bush diese Politik weitergeführt hat wundert nicht, weil der Bush und Clinton Clan praktisch in die gleiche Familie gehören. Die stehen einander näher als viele glauben. Die Bush's wählen bekanntlich nicht Trump, sondern Clinton! Wer Hillary wählt identifiziert sich auch mit Bush, Rumsfeld und Cheney.

    Hillary ist aber noch einmal doppelt so schlimm wie Bill. Diese Frau ist karrieresüchtig, machtgeil und geht über Leichen. Kein Wunder haut es ihm des Öfteren den Nuggi raus und geht ständig fremd. So ein Weib hält langfristig niemand aus.

    Bin gespannt ob die Amerikaner diese süße Falle noch rechtzeitig realisieren und sich nicht nur eine Medienhetze gegen Trump ablenken lassen.


    C.
     
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  3. Alexander

    Alexander Parteilos

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    Die Erkenntnis, dass die Demokratie nach US-Muster ("one party with two right wings: republican and democrat") an einem Punkt angelangt ist, an dem es kaum noch möglich ist, dass ein nicht korrupter Kandidat an die Macht kommen kann, ist nicht neu.

    Faktisch hat man nur Wahlchancen, wenn man von einem der beiden Flügel der KEA (Kapitalistische Einheitspartei Amerikas, auch als 'Republicrats' bekannt) nominiert wird*. Und das nicht durchgängig demokratische Nominierungsverfahren begünstigt eine kleine Elite.

    Allerdings wäre Clinton vermutlich auch nominiert worden, wenn das Nominierungsverfahren keine undeomkratischen Komponenten hätte - insofern kann man dies nicht alles auf die Parteieliten abladen, sondern muss auch das (Vor-) Wahlvolk der Demokraten in die Pflicht nehmen, welches diese Katastrophe sehenden Auges vorgespurt hat.

    Trump ist in diesem Kontext sogar tatsächlich sowas wie eine "erfrischende" Ausnahme, weil er nicht der Wunschkandidat der Elite war. "Erfrischend" allerdings leider nicht im Sinne eines Kübels mit kalten Wasser, der einem bei der sengenden Hitze in der Badi über den Kopf geleert wird, sondern eher im Sinne eines Kübels voller Fäkalien, der einem über den Kopf geleert wird ;)
    Es ist tragisch, dass der einzige Kandidat der den korrupten Eliten (zumindest vordergründig) einen Strich durch die Rechnung machen kann, einer rechtspopulistischer Ganove ist, der einer korrupten Parallel-Elite angehört. Das hat ein bisschen etwas von der sprichwörtlichen 'Berlusconisierung'.
    Ich glaube aber nach wie vor, dass dieser Versuch der "feindlichen Übernahme" nicht gelingen wird, d.h. dass sich die alte korrupte Elite hier noch gegen den Angriff des Newcomers wird wehren können.

    Die Frage ist, was sich mittelfristig für Konsequenzen ergeben. Der republikanische Teil der Elite ist vermutlich über die Nominierung Trumps mehr erschrocken als der demokratische. Die Republikaner merken, dass sich die 'Eskalation' der politischen Kultur, welche sie seit vielen Jahren zu ihrem eigenen Vorteil vorangetrieben haben (siehe TeaParty & Co) nun gegen sie wendet. Aber wie darauf reagieren? Können sie die Kurve noch kriegen? Letzten Endes spielt es keine Rolle, denn eine echte Alternative könnte, wenn überhaupt, nur aus dem demokratischen und nicht dem republikanischen Flügel hervorgehen (Stichwort Sanders). Aber ob dies so bald passieren wird, ist fraglich. Denn der demokratische Flügel der Elite scheint sein Wahlvolk ja noch besser im Griff zu haben als der republikanische.


    [*] Bevor hier wieder manche anfangen zu Schäumen, merke ich sicherheitshalber an, dass ich mit dieser Aussage nicht behaupte, die USA seien keine Demokratie. Denn die WählerInnen hätten in der Theorie ja durchaus die Möglichkeit, andere Kaniddaten zu wählen. Das Ganze ist halt nur faktisch so institutionalisiert, dass dies nie passiert. Aber das macht es nicht per se undemokratisch.


    @Commodore

    Wow, Kritik an den Clintonschen Deregulierungen aus deinem Munde? Du wirst ja noch zum Sozialisten :D
     
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    Alexander, 24. 07. 2016
    Last edited by Alexander; at 24. 07. 2016
    #3
  4. Beat

    Beat Parteilos

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    Das Thema hatten wir schon mehrmals. Trotz gegenteiligen Beweisen behauptet der faktenresistente C. immer wieder, Clinton hätte das Gesetz gemacht. Fakt ist, dass Clinton das von der Finanzmafia seit der Aera Reagan erarbeitete Gesetz unterschrieben hat, faktisch unter dem Druck einer rekord-millionenschweren Lobby. Fakt ist auch, dass Reagan die Deregulierung der Finanzindustrie begonnen hat, mit dem ersten diesbezüglichen Gesetz. Das Weitere war dann die logische Fortsetzung.
    Was man Clinton vorwerfen kann, ist dass er nicht stark genug war, dieser Lobby zu widerstehen.
     
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  5. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Nix faktenwidrig, Clinton hat das Gesetz unterschrieben als Präsident und trägt die Verantwortung dafür, Punkt. Alles andere sind unbelegte Behauptungen so nach dem Motto: Ich habe daran gezogen aber nicht inhaliert........

    C.
     
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  6. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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    Du meinst der Staatssicherheitsdienst ist bei den Demokraten besser und so etwas furchtbar demokratisches wie bei den Reps könnte nie passieren.

    Einen Tag vor Beginn des Parteitags der US-Demokraten hat Parteichefin Debbie Wasserman Schultz (49) ihren Rücktritt angekündigt. Sie zog damit die Konsequenzen aus dem Skandal um die Veröffentlichung interner E-Mails, die sie als voreingenommen gegenüber dem Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders (74) erscheinen ließen.

    http://www.bild.de/politik/ausland/us-wahlkampf/us-demokraten-ruecktritt-46977278.bild.html

    C.
     
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  7. Commodore

    Commodore Keine_Parteiangabe

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