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Bauernbetriebssterben vs. steigende Subventionierung?

Dieses Thema im Forum "Regional- und Landwirtschaftspolitik" wurde erstellt von Mario, 3. 11. 2005.

Bauernbetriebssterben vs. steigende Subventionierung? 4.2 5 5votes
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  1. Mario

    Mario

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    Stattdessen möchtest du dir die Bauern jährlich Milliarden kosten lassen... Milliarden die du viel profitabler und besser zum Wohle der Bevölkerung einsetzen könntest :eek:
    Es brint doch wirklich nichts, sich Strukturerhaltung mit Unsummen zu erkaufen, um einen Wirtschaftszweig derart zu schützen. Frage: Würden die Subventionen der Bauern massive gekürzt, gebe es dann keine Landwirschaft mehr in der Schweiz? - NEIN; stattdessen gebe es weniger, dafür grössere und effizientere Betriebe! Heute ist es doch so, je kleiner der Betrieb umso besser. Wenn ich Bauer wäre, dann würde ich schauen, dass ich ein paar Kühe, ein paar Schafe, ein paar Obstbäume und eine Weide an Hanglage hätte, um so das Maximum an Subventionen rauszuholen. Da werden grosse Summen z.B. für die Schafhaltung gezahlt mit der Folge, dass riesige Schafherden unbeaufsichtigt die Alpweiden bevölkern und die dortige Vegetation gefährden. Stürzt mal ein Schaf ab, jammert der Bauer beim Bund und erhält selbstverständlich sein Schaf ersetzt... Die Schafwolle wird verbrannt, da sich die weiterverarbeitung eh nicht lohnt. Also wieso brauchen wir so viele Schafe in der Schweiz :confused:
    Geht der Bär, der Luchs oder gar der Wolf um, so geht ein Zeter und Mordio bei den Bauern los... Irgendwo im Wallis legt sich ein Bauer mit seiner Flinte auf die Lauer und erschiesst den Luchs/Wolf (beides geschützte Tiere!!). Das Fell der Beute wird rumgereicht und der treffsichere Bauer gefeiert! Und zu guter letzt kommt der Jäger noch ungeschoren davon, da er behauptet, er hätte gedacht beim Fuchs/Wolf handelt es sich um ein Reh...
    Viele Bauern nutzen doch jede Gelegenheit, um zu jammern und mehr Subventionen zu erhalten. Ich habe nichts gegen die Bauern, viele von ihnen arbeiten sicherlich hart. Aber ich bin der Meinung, dass sich sowohl die Subventionen verringern - als auch die Situation der Bauern verbessern liesse durch etwas mehr wirtschaftliche Effizienz. Wohlstand wird nicht durch Strukturerhaltung generiert, sondern durch Produktivitätssteigerungen!
    Wie viele Küfer, Gerber und Schmiede gibt es heute noch?? Wieso können sich nicht auch die Bauern dem Strukturwandel stellen? Weniger ist manchmal mehr...
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. 11. 2005
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  2. Ari

    Ari GPS

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    AW: Erstarrte FDP, in einer bewegten Schweiz

    Zu Mario: Grins man merkt schon das deine Ahnen einer adligen Familie abstammen.
    Meine Hingegen ist eine Bauernfamilie so weit ich das zurückverfolgen konnte. Jetzt natürlich nicht mehr:D. Aber meine Grosseltern musste früher auch immer mithelfen bei den Reben usw. Heutzutage kann man nicht mehr mithalten mit einem kleinen Bauernhof mit ein paar Tieren usw. Ausser man ist irgendwo ab der Welt.
    Aber es können sich nun nicht mal alle einen grossen Betrieb leisten, schliesslich kosten auch der Ersatz von Maschinen und deren Wartung ne Menge Geld. Ganz zu schweigen vom Futter, wenn man einen Biobetrieb leitet muss man noch auf mehr Dinge achten.

    Darum können sich auch nicht alle Bauern einen Biohof leisten. Biohöfe finde ich nämlich echt klasse, all diese Früchte dort solltet ihr mal sehen. Da würde ich nichts anderes mehr essen:)

    Ach ja par schreibt man mit zwei a und nicht mit einem.
    Oder ist das wieder so eine neue Rechtschreibregel die kein Mensch benötigt?
     
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  3. Mario

    Mario

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    AW: Bauernbetriebssterben oder steigende Subventionierung?

    @ Ari: Biohöfe bekommen noch zusätzliche Subventionen ;)
    Wenn ein Bauernbetrieb ein Einkommen von 120'000 Franken erzielt und davon 80'000 Franken Subventionen sind, muss man sich doch Fragen, ob da nicht was verbessert werden könnte.
    Wieso nicht ein par kleinere Betriebe zu einem grösseren Bauernbetrieb zusammenschliessen? Nehmen wir ein Beispiel: Du hast 5 Betrieb. Jeder hat einen Traktor, eine Mähmaschine, eine Melkmaschine etc. Dann machst du aus diesem Betrieb einen einzigen grössern. Dur wirst dann total nur noch 3 Traktoren, 2 Melkmaschinen und 3 Mähmaschinen benötigen. Und dass alles nur durch eine bessere Auslastung der Maschinen! Ein Kleinbauer kann ja nicht den ganzen Tag auf seinem Subventionierten Traktor rumfahren...

    Mein Vorfahren waren Jäger und Sammler und kein Adligen ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. 11. 2005
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  4. Ari

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    AW: Bauernbetriebssterben oder steigende Subventionierung?


    schreibst du par extra falsch?

    und bei betrieb fehlt das e.
    gröhl.

    tut mir schon noch leid aber ich kanns einfach nicht lassen mir stechen solche fehler extrem in die augen.
    na ja ich weiss ja nicht so genau ob dann weniger traktoren ausreichen. man hat ja dann auch mehr fläche zu bearbeiten.
    na gut bessere maschinen usw.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. 11. 2005
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  5. Mario

    Mario

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    AW: Bauernbetriebssterben oder steigende Subventionierung?

    Das Prinzip nennt sich "Arbeitsteilung" und "Spezialisierung"...
    Die Bauern teilen sich die Arbeit und jeder macht jene Arbeit, die er am besten kann. Dadurch kann die Effizienz gesteigert werden. Der Grund weshalb sie insgesamt weniger Traktoren bräuchten liegt darin, dass sie mit 2 sehr guten Traktoren schneller sind als mit 5 schlechten. Es können ja nicht alle 5 Bauern den Ganzen Tag mit 5 Traktoren rumkurven... Die Traktoren wären so öfters im Betrieb.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. 11. 2005
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  6. Pfadfinder

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    AW: Bauernbetriebssterben vs. steigende Subventionierung?

    die globalisierung vernichtet nicht nur in der schweiz, sondern auch in vielen anderen laendern, teile der binnenwirtschaft. dabei geht nebst vielen existenzen auch die versorgungssicherheit, was insbesondere bei den lebensmitteln wichtig ist, floeten :mad:

    der totale freihandel ist nicht weniger schaedlich als der totale protektionismus. massengueter werden zunehmend dort produziert, wo die loehne am tiefsten sind, was das weltweite lohndumpig foerdert, und dann mit viel luftverschmutzung um die halbe welt gekarrt :eek:

    auch hier braechte der goldene mittelweg am meisten vor- und vor allem am wenigsten nachteile: existenzsichernde binnenwirtschaft sollte weiterhin stark geschuetzt werden, und bei massenguetern, die traditionell ueberall zum ungefaehr gleichen aufwand hergestellt werden, sollten weiterhin maessige zoelle das lohndumping unatraktiver machen und unnoetige transporte vermindern. :)

    solange nicht nur lenkungsabgaben, sondern allgemein immer happigere mehrwertsteuern erhoben werden, bringt die globalisierung keinen jota mehr konsum. die kaufkraft der konsumenten wird mit jedem prozent mehrwertsteuer ebenso vermindert wie mit jedem prozent zollabgaben. nichts dokumentiert das versagen der globalisierung als angebliche wohlstandsquelle besser :p

    sowohl die globalisierung als auch die euisierung hat den betroffenen schweizern und anderen europaeern bis jetzt nicht die von den fans vorgegaukelten vorteile, sondern massenarbeitslosigkeit, sinkende loehne sowie steigende abzuege und mehrwertsteuern gebracht! :idee:
     
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  7. Mario

    Mario

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    AW: Bauernbetriebssterben vs. steigende Subventionierung?

    Bitte ein paar Fakten zu deinen Aussagen, damit ich nicht an aufgeplusterten Schlagworten ersticke :(

    => Versorgungssicherheit: Versorgungssicherheit durch die Binnenwirtschaft war ein Thema, als insebsondere in Europa die politischen Verhältnisse sehr instabil waren und diverse kriegerischen Konflikte den Handel jederzeit lahmlegen konnten. Heute sieht das etwas anders aus:
    1) Auch in der Binnenwirtschaft können Produktionsausfälle auftreten, sodass die Güter vermehrt importiert werden müssen (Bsp: Unwetter etc.)
    2) Absolute Versorgungssicherheit und Protektionismus der Binnenwirtschaft muss insbesondere in in der Schweiz derzeit nicht konkurrenzfähigen Bereichen (Landwirtschaft, Textilindustrie etc.) muss man sich mit höheren Produktpreisen teuer "erkaufen". Wie ist das mit deinem Klagen vereinbar, dass deinem "Schuldenbürger" immer weniger in der Geldtüte bleibt :confused:

    => Der Protektionismus ist weit schädlicher als der totale Freihandel. Wobei ich nicht vorbehaltlos für den totalen Freihandel einstehe. Es gibt durchaus Bereich wo bedachte Beschränkungen sinnvoll sind. So zum Beispiel wenn es um Umweltschutzinteressen geht oder darum, soziale Probleme zu mildern.
    Auch die Schweiz hätte nicht den Wohlstand denn sie heute hat, wenn wir den Waren- und Dienstleistungshandel nicht zugelassen hätten. Selbst wenn eine Unternehmung einen Teil der Produktion an einen günstigeren Standort ins Ausland verlegt, kommt wieder etwas in die Schweiz zurück (günstigere Produke, Kapitaleinkommen).
    Die Löhne können nun mal nicht steigen, wenn eine Unternehmung nicht auch im Ausland konkurrenzfähig ist. Wenn du die Schweiz als Insel ohne Handelsströme betrachtest: Da kannst du die Lohnsumme verdreifachen - aber auch die Produkte werden 3mal teuerer. Was hast du davon?
    Und komm mir bitte nicht wieder mit den Abzockerfirmen... Auch ich bin der Meinung, dass mancherorts in Mangerkreisen mit Abfindungen etc. masslos übertrieben wird, doch darf man nicht vergessen, dass die Schweizer Grossfirmen gerade im Kultur- und Gesellschaftsbereich einiges leisten.

    => Bei Güter, die in der Schweiz ebenso billig hergestellt werden können wie andernorts, wird die Produktion ja nicht ins Ausland verlagert. Die Schweiz muss sich vor allem auf den Dienstleistungsbereich und die Produktion jener Güter konzentrieren, in deren Herstellung sie gut bis top ist. Nur so können die Reallöhne steigen.

    => Globalisierung = Steigende Mehrwertsteuern? Ist das ein direkter Zusammenhang oder eine Frage der Auslegung? Diesen Zusammenhang musst du mir erklären.

    => Massenarbeitslosigkeit: Willst du mir nun Angst machen? Schau dir doch mal die Arbeitslosenstatistiken an und sag mir wo die Massenarbeitslosigkeit in der Schweiz zu finden ist. Seit den 90er Jahren hat die Arbeitslosigkeit im Schnitt nicht zugenommen, trotz fortschreitender Globalisierung...
    Abzüge: Das ist ein demografisches Problem und eine Auswirkung der Ansprüche der Bevölkerung und hat nichts mit dem Freihandel zu tun.
    A propos Löhne: Die Reallöhne sinken NICHT. Sie machen keine grossen Sprünge aber nehmen leicht ZU. Du kannst dir heute mit deinem Lohn VIEL mehr leisten als noch deine Grosseltern. Nicht zuletzt musst du vermutlich weniger Stunden pro Woche arbeiten als deine Ahnen! Zudem geht die Rechnung "immer mehr Freizeit + immer mehr Geld in der Lohntüte" meist nicht auf.
    Wieso also deine so grosse Verbitterung über die Zustände in der Schweiz??
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. 11. 2005
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