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AHVplus...für eine starke AHV

Dieses Thema im Forum "Initiativen / Abstimmungen / Wahlen" wurde erstellt von Theodor, 29. 03. 2014.

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  1. Theodor

    Theodor

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    Im Rahmen eines Seminars setzen wir uns mit der Eidgenössischen Volksinitiative „AHV plus: für eine starke AHV" auseinander. Mitte Januar ist die Initiative mit rund 112'000 gültigen Unterschriften zustande gekommen. Das Ziel der Initiative besteht darin, die AHV-Renten um 10 Prozent zu erhöhen, weil...

    -für viele die heutigen Renteneinkommen nicht für ein anständiges Leben reichen
    -die Renten aus der zweiten Säule unter Druck sind
    -die Renten immer mehr den Löhnen hinterherhinken
    -Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen besonders stark auf die AHV angewiesen sind
    -damit die Abhängigkeit von den Ergänzungsleistungen eingedämmt wird


    Die Initiative wird unterstützt durch den Gewerkschaftsbund, die UNIA, die SP, die Grüne Partei und die JUSO. Ein Gegnerkomitee hat sich bisher noch nicht gebildet. Zu den Gewinnern der Initiative würden die tiefen und mittleren Einkommen gehören sowie Frauen und junge Menschen, zu den Verlieren die hohen Einkommen.

    Nun meine Fragen:
    Wie schätzt Ihr die Chancen der Initiative ein?
    Inwiefern kann ein Ja oder Nein zur Altervorsorge von Alain Berset (Reformprogramm 2020) den Ausgang zur Initiative beeinflussen?

    Gerne willkommen sind auch persönliche Meinungen, Pro/Contra-Argumente usw. Persönlich neu für mich war, dass die Erträge aus der Tabak- und Alkoholsteuer gar nicht direkt in die AHV, sondern in die allgemeine Bundeskasse fliessen. Zumindest dieser Punkt müsste geändert werden.

    Gruss Theo
     
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  2. leonforte

    leonforte Guest

    Neuer Benutzer
    die initiative ist aufgrund der heutigen und absehbaren finanzlage der ahv eine totgeburt. da es bereits jetzt absehbar ist, dass ende dieses jahrzehnts die ahv in ihrer heutigen konfiguration neu finanziert werden muss, ist eine 10% erhöhung der renten direkt mit der frage verbunden, woher die milliarden dafür kommen sollen. da die initiative wie üblich darauf keine antwort gibt, kann der wähler direkt selber darüber abstimmen ob er mehr bezahlen möchte, per abgaben und steuern, oder ob er es sein lassen will. wo hier die mehrheiten liegen muss nicht erklärt werden!
     
  3. razzar

    razzar

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    Also muss ich doch Angst um meine AHV haben? Für was oder wen muss ich denn das Leben lang arbeiten?
     
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  4. leonforte

    leonforte Guest

    Neuer Benutzer
    nein musst du nicht, sie wird einfach nicht so hoch ausfallen, wie gewisse leute versprochen haben! ein bisschen moderater und einmal mehr kartoffelsalat mit wurst pro woche für dich! verhungern wird niemand, aber mehr geld wird es auch nicht geben! es sei denn die fragestellung der finanzierung liesse sich lösen, sprich es stünde keine beitragslücke ins haus und es wären sogar noch reserven da!
     
  5. Theodor

    Theodor

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    @leonforte

    Laut Initiativbefürwortern kostet eine Rentenerhöhung um 10 Prozent rund 3,6 Mrd. Franken und sollte finanziert werden durch die Erträge aus der Tabak- und Alkoholsteuer (3 Mrd.), die nicht mehr in die allgemeine Bundeskasse, sondern direkt in die AHV fliessen. Ob die Raucher und Trinker die Alten finanzieren sollen ist natürlich wiederum diskutabel, aber auch nicht absurder als mit der Tabaksteuer den einheimischen Tabakanbau zu fördern (SOTA-Fonds). Eine weitere Finanzierungsidee besteht darin, dass die Erträge aus einer nationalen Erbschaftssteuer in die AHV-Kasse fliessen. Ist zwar ordnungspolitisch heikel, wenn Geld verplant wird, bevor überhaupt ein Ergebnis zur Erbschaftssteuer vorliegt...

    Immerhin könnte dieser
    (NZZ) tatsächlich dazu führen, dass Bersets Rentenreform 2020 angeschossen und Berset zu Korrekturen gezwungen wird. Jedenfalls ein interessantes taktisches Spielchen, diese AHV plus Initiative.
     
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  6. leonforte

    leonforte Guest

    Neuer Benutzer
    das ist ja genau das was ich meine, man finanziert sich aus der allgemeinen bundeskasse, als ob das geld das sich dort befindet, nicht anders ausgegeben würde. 3 mrd. franken sind knapp 5% des bundesbudgets. die feststellung, dass die nationale erbschaftssteuer dafür heranziehen will ist lächerlich. man weiss nicht einmal wieviel diese steuer einbringen würde, da sie ja so ausgearbeitet ist, dass vor allem jene davon betroffen sind, die sich ihren wohnort auslesen können, sprich mobil sind! wenn es am schluss so rauskommt wie in zürich, wo die abschaffung der steuersonderlösungen für ausländer dazu geführt hat, dass weniger geld floss als mit den abkommen, na dann prost .... weil irgendwer muss dann ja die 5% mehr in die bundeskasse bezahlen --> irgendwer, nein, irgendwer sind wir alle!
     
  7. Theodor

    Theodor

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    @leonforte

    Natürlich wird das Geld aus der allgemeinen Bundeskasse anderweitig ausgegeben (etwa
    :)). Und natürlich zahlt *irgendwer*. Die meiner Ansicht nach interessante Frage ist *wer zahlt*, insbesondere im Vergleich zur Rentenreform von Berset. Soweit ich dies beurteilen kann, ist jedenfalls eine Reform der Altersvorsorge längerfristig unabwendbar, schon nur aus demographischen Gründen. Die entscheidende Frage wird sein, zahlen wir alle mehr (auch Berset will die Mehrwertsteuer erhöhen), oder verzichten wir auf lieb gewonnene Privilegien (sprich Frauen arbeiten länger, Frühpensionierungen sind nicht mehr möglich, usw...). Ich befürchte allerdings einen Reformstau, wie bei den Krankenkassen, sowohl linke als auch liberale Ansätze werden es im Endeffekt schwer haben durchzukommen...und selbst ein Mix daraus dürfte schwierig zu verkaufen sein, wiewohl sich Berset alle Mühe gibt :)
     
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